Performance im Friedenssaal Skulptur Projekte Münster: Kuratorin stellt Konzept vor

Von Dr. Stefan Lüddemann | 25.12.2016, 07:00 Uhr

Was bringen die Skulptur Projekte 2017 in Münster? Kuratorin Marianne Wagner referiert am 19. Januar 2017 in der Kunsthalle

Was bringen die fünften Skulptur Projekte, die am 10. Juni 2017 in Münster starten werden? Das kuratorische Team informiert im Vorfeld des international bestens wahrgenommenen Projektes über den Stand der Planungen. Marianne Wagner, neben Kasper König und Britta Peters Kuratorin der Skulptur Projekte 2017, und Clara Napp, kuratorische Assistentin, werden am Donnerstag, 19. Januar 2017, um 19 Uhr in der Kunsthalle Osnabrück zu Gast sein. Wagner und Napp stellen vor allem Überlegungen zum grundsätzlichen Konzept des Ausstellungsprojektes vor. Dabei geht es vor allem um den gewandelten Begriff von Skulptur. Mit diesem Begriff wird nicht mehr nur die plastische Figur, sondern vor allem ein Spannungsfeld verstanden, das Ortsbezug, internationalen Kunstbetrieb und zeitbasierte Interventionen umfasst. Hier weiterlesen: Genre der Kunst - Was ist eine Installation?

Künstlerin Pirici im Mittelpunkt

In dem Vortrag wird es vor allem um das geplante Projekt von Alexandra Pirici im Friedenssaal von Münster gehen. Alexandra Pirici (*1982 Bukarest) ist als klassische Tänzerin und Choreografin ausgebildet und arbeitet heute disziplinenübergreifend in den Bereichen Theater, Tanz und Bildende Kunst. „In ihren Arbeiten setzt sie sich häufig mit der Geschichte und Bedeutung spezifischer Orte auseinander, wobei sie die bestehenden Verhältnisse und Hierarchien kritisch hinterfragt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Hier weiterlesen: Fragen und Fakten: Was sind eigentlich die „Skulptur-Projekte“ in Münster?

Performance im Friedenssaal

Die Künstlerin wird ihre Performance im Friedenssaal des Münsteraner Rathauses aufführen, in dem 1648 der erste diplomatische Friedensschluss gelang, der den Dreissigjährigen Krieg beendete. Bei den Vorarbeiten zu ihrem Projekt hatte die Künstlerin auch den Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses besichtigt. „Mit dem Vortrag in der Kunsthalle Osnabrück wird ein Link gesetzt zur Friedens- und Partnerstadt Osnabrück“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Münsteraner Kuratorin ist bewusst in der Kunsthalle zu Gast. Die von dem Künstler Michel Beutler mit seinem Wandobjekt „Bank“ in eine Performance-Arena verwandelte Halle dürfte den kuratorischen Ideen der Münsteraner Museumsleute besonders entgegenkommen. Hier weiterlesen: Vor 40 Jahren - Rückriems Skulptur provoziert Münster.

Internationales Kunstformat

Die 1977 zum ersten Mal ausgerichteten Skulptur Projekte finden alle zehn Jahre statt. Die Ausstellung findet im LWL Museum Kunst und Kultur und im Stadtraum statt. Die „Projekte“ gelten als internationale Referenzadresse für Kunst im öffentlichen Raum. Sie finden parallel zur Kasseler Documenta statt. Hier weiterlesen: Riese der Skulptur - Henry Moore in Münster.