Stage Entertainment Neuer Spielplan: Musicals wollen im September wieder öffnen

Von dpa | 20.04.2020, 08:59 Uhr

Die Ränge in allen Musicaltheatern sind seit Beginn der Corona-Krise in Deutschland leer. Jetzt wagt sich das Musical-Unternehmen an einen neuen Spielplan für September.

Mit einem neuen Spielplan will Marktführer Stage Entertainment am 1. September den Betrieb in seinen Musicaltheatern wieder aufnehmen – sollten die Corona-Beschränkungen bis dahin aufgehoben sein. "Wir haben einen neuen Spielplan verabschiedet, damit unsere Kunden sehen können, was wir ab September anbieten", sagte Uschi Neuss, Deutschland-Chefin der Stage Entertainment, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Dabei gibt es einige Änderungen: So wird die Laufzeit des Tina-Turner-Musicals, das eigentlich nur bis September in Hamburg gezeigt werden sollte, um ein Jahr bis Oktober 2021 verlängert. Dadurch kommt es jetzt erst später nach Stuttgart.

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Coronavirus verschiebt bisherigen Spielplan

Das Musical "Mamma Mia!" mit den Hits von Abba soll wie geplant im Herbst 2020 nach Hamburg kommen, dafür feiert die neue Stage-Inszenierung von "Wicked – die Hexen von Oz" erst im Frühjahr 2021 Premiere in Hamburg. Das Musical "Tanz der Vampire" bleibt länger in Stuttgart, "Mamma Mia!" kommt ein Jahr später nach Berlin zurück, wo "Ich war noch niemals in New York" nun Anfang September Premiere feiert und die "Blue Man Group" nahtlos wieder anknüpft. "Die Eiskönigin" kommt wie geplant im März 2021 nach Hamburg, der Dauerbrenner "König der Löwen" läuft weiterhin im Theater im Hafen.

1700 Mitarbeiter in Kurzarbeit

Im Moment versucht das Unternehmen, das die Mehrzahl seiner rund 1700 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt und das Kurzarbeitergeld aufgestockt hat, bereits gekaufte Tickets umzubuchen. "Das ist ein wesentlicher Punkt. Das Wichtigste wird sein, wie schnell die Menschen auch wieder Tickets für die Zukunft kaufen", sagte Neuss. Die Stage Entertainment betreibt neun Theater in Hamburg, Berlin und Stuttgart. Der Umsatz lag 2017/2018 bei rund 300 Millionen Euro.