Museumschef Matthias Jäger Mit mehr Kreativität in Worpswede

Von Dr. Stefan Lüddemann | 19.07.2014, 09:00 Uhr

Was sagen Experten zur Sommerkultur? Hier das Statement von Matthias Jäger vom Worpsweder Museumsbund.

lü Worpswede. „Wir brauchen keine Eventkultur. Man braucht nur herzukommen“, sagt Matthias Jäger selbstbewusst. Der Geschäftsführer des Worpsweder Museumsverbundes verweist auf das größte Kapital von Deutschlands bedeutendster Künstlerkolonie – auf die ideale Verbindung von Kunst, Natur und Künstlerhäusern.

„Kunst und Leben verbinden sich hier viel leichter“, zeichnet Jäger das Bild eines Kunsterlebnisses als federleichter Sommerkultur. Kein Wunder: Mit seinem Gemälde „Sommerabend“ kreierte der Maler Heinrich Vogeler 1905 ein Gruppenporträt der Künstlerkolonie als Sinnbild erfüllten Lebens. Das wirkt fort, auch als Blaupause des Kunstglücks für jedermann.

Matthias Jäger sieht das große Plus Worpswedes in der Möglichkeit, Kunst zu betrachten und zugleich selbst kreativ zu werden. „Dabei geht es nicht um U- und E-Kultur“, schiebt Jäger Spartengrenzen beiseite. Worpswede ist eine starke Kulturmarke, gerade im Sommer. Aber droht da nicht auch die Erstarrung? Jäger: „Wir wollen mit neuen Fragestellungen an Worpswede herangehen. Da ist auch der kritische Blick gewünscht.“ Worpswede soll lebendig bleiben – auch als Sommerglück.