Motiv für Gemälde des Expressionisten Chinesische Vase für Bonner August Macke-Haus

Von Dr. Stefan Lüddemann | 27.02.2015, 07:00 Uhr

Geschenk für das Bonner August Macke-Haus: Die chinesische Vase aus der Kangxi-Periode gehörte einst dem berühmten Maler August Macke.

Das seltene Stück wurde dem Museum von Iris Erdmann-Rischbieter geschenkt. die Schauspielerin ist Enkelin von Mackes Witwe Elisabeth Erdmann-Macke und ihres zweiten Ehemannes Lothar Erdmann. August Macke war am 26. September 1914 im Alter von 27 Jahren in der Champagne gefallen. Er hinterließ seine Ehefrau und die beiden Söhne Wolfgang und Walter. Macke hatte gemeinsam mit Franz Marc und Wassily Kandinsky die Kunst des „Baluen Reiter“ geprägt. Mackes Bilder gehören zu bedeutenden Museumssammlungen. Sie sorgen immer wieder für stark besuchte Publikumsausstellungen.

 Wie hat August Macke die Kunst der Moderne geprägt? Lesen Sie hier ein Porträt Mackes zum 100. Todestag. 

Wie das Bonner Macke-Haus nun meldet, soll die „ausgesprochen schöne chinesische Vase“, die als Motiv eine Karawanenszene zeigt, im künftigen biografischen Museum des Macke-Hauses ausgestellt werden. Wann der Künstler die sechseckige, rund 40 Zentimeter hohe Vase erwarb, ist nach Angaben des Museums unbekannt. Das Stück stammt - nach europäischer Zeitrechnung - aus der Zeit von 1662 bis 1722. Kunsthistoriker mutmaßen, das Macke die Vase in Berlin 1908 während einer Auktion erwarb. Macke suchte Auktionen in Begleitung seines Mäzens Bernhard Koehler auf.

Wie die Bonner Macke-Forscher weiter mitteilen, arrangierte Macke die Vase 1910 gemeinsam mit einer weißen Buddha-Figur aus Porzellan zu dem Motiv seines Gemäldes „Stillleben Strauß mit Buddha“. Das Gemälde befindet sich den Angaben zufolge seit 2009 im Bestand des Macke-Hauses. Auch die Buddha-Figur gehört zum Bestand des Museums. Im Dachgeschoss können nun Vase, Buddha und Gemälde gemeinsam besichtigt werden.