Kulturtipp: „Made in Japan“ Deep Purple in bester Verfassung und klanglich poliert

Eine Kolumne von Ralf Döring | 22.07.2014, 19:46 Uhr

Deep Purple zählt zu den Pionieren des Hard Rock, war mal lauteste Band der Welt – und hat doch unglaublich vielschichtig und filigran musiziert. Bestes Beispiel: „Made in Japan“, jenes Live-Album,das in keiner Plattensammlung fehlen sollte. Jetzt ist es in einer Neu-Edition erschienen – von umfassend und teuer bis erschwinglich und schlicht.

Es gibt ein paar Rockalben, die in jede Plattensammlung gehören, die auf Vollständigkeit bedacht ist. „Made in Japan“ zählt definitiv dazu: In der Besetzung Ian Gillan (Gesang), Ritchie Blackmore (Gitarren), Roger Glover (Bass), Jon Lord (Orgel) und Ian Paice (Schlagzeug) war Deep Purple auf ihrem künstlerischen Höhepunkt angekommen, und bei den Konzerten in Osaka und Tokio präsentierte sich die Band spielfreudig und brillant wie nie zuvor. Im Dezember 1972 kam der Mitschnitt der drei Konzerte erstmals heraus, eine Doppel-LP mit sieben Klassikern: „Highway Star“, „Child in Time“, „Strange Kinde of Woman“ und, natürlich: „Smoke on the Water“. Natürlich war es nur eine Frage der Zeit, bis die Originalbänder, remasterd auf CD gepresst, der Zweitverwertung zugeführt wurden. Nun hat Universal eine neue Edition in den unterschiedlichsten Formaten auf den Markt gebracht: Wer es üppig und exklusiv mag, bekommt im 4-CD-Paket plus DVD und Booklet die kompletten Mitschnitte der drei Konzerte plus Zugaben. Das gibt es alles auch auf neun Vinyl-Scheiben, und wer es komprimierter mag, erhält auch die preiswertere Variante auf zwei CDs: Da gibt es das ursprüngliche Doppelalbum in hervorragender Klangqualität und Zugaben aller drei Abende. So oder so: eine lohnende Investition.