Häuser sollen Besucher gewinnen Freier Eintritt für junge Besucher in Museen

Meinung – Dr. Stefan Lüddemann | 31.12.2016, 07:00 Uhr

Österreichs Nationalmuseen gewähren Kindern und Jugendlichen freien Eintritt. Richtiger Schritt, halber Erfolg.

Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche in Museen: Das hört sich richtig gut an, setzt aber voraus, dass Staat und Kommunen die Ausstellungshäuser auch entsprechend solide finanzieren. In Deutschland haben einzelne Kunstmuseen, wie das Museum Folkwang, den freien Eintritt eingeführt. In Essen unterstützen Sponsoren das Haus. Hier weiterlesen: Das Superjahr der Kunst - Ausblick auf 2017.

Die gute Nachricht muss aber differenziert werden. Freien Eintritt gibt es nur für die Schausammlungen. Aufwendige Sonderausstellungen sind ohne den Erlös aus Eintrittsgeldern nicht zu stemmen. Sie ziehen allerdings die meisten Besucher an, weil sie als Events den Museumsalltag durchbrechen. Hier weiterlesen: Große Kunst im Kino - die Welle der Künstlerfilme .

Wie die Zahlen aus Österreich zeigen, stellt das Eintrittsentgelt offenbar eine hohe Barriere für den Museumsbesuch von Kindern und Jugendlichen dar. Um sie über die erste Neugier hinweg als Besucher zu halten, muss Kunst aber auch spannend präsentiert und vermittelt werden. Gerade Schausammlungen sind mit wechselnden Themen in Bewegung zu halten. Ansonsten erlahmt das Interesse junger Leute so schnell, wie es gewachsen ist. Hier weiterlesen: Kunststars im Gespann - Museen setzen auf Konflikt.