Film von Bernhard Grzimek Originalmusik von „Serengeti darf nicht sterben“

Von Tobias Sunderdiek | 25.06.2016, 09:00 Uhr

1960 erhielt der Film „Serengeti darf nicht sterben“ von Bernhard Grzimek einen Oscar. Nun wurde die Originalfilmmusik von Wolfgang Zellers wiederentdeckt, restauriert und als CD veröffentlicht.

„Ein Platz für Tiere“ – das war nicht nur der Titel einer äußerst erfolgreichen, zwischen 1956 und 1987 ausgestrahlten Dokumentationsserie in der ARD, es war auch das Credo seines Moderators, des Frankfurter Zoodirektors Prof. Dr. Bernhard Grzimek . Als er 1959 den Dokumentarfilm „Serengeti darf nicht sterben“ in Tansania drehte, tat er das auch, um eine Sensibilität für Wildreservate zu schaffen.

Packender Film

Der auch heute noch packende Film, 1960 mit einem Oscar ausgezeichnet, jedoch vom Unfalltod seines Sohnes Michael bei den Dreharbeiten überschattet, verdankt seine Wirkung dabei nicht nur den grandiosen Farbaufnahmen, sondern auch der Musik von Wolfgang Zeller, der auch hier dem Kompositionsstil seiner Vorbilder Franz Liszt und Richard Strauss treu blieb. Bereits 1926 arbeitete Zeller mit der Trickfilmerin Lotte Reiniger zusammen, vertonte Carl Theodor Dreyers Horrorklassiker „Vampyr“ (1932) , schrieb aber auch die Musik zu Veit Harlans infamen Hetzfilm „Jud Süß“ (1940) sowie zum DEFA-Film „Ehe im Schatten“ (1947) und zu „Morituri“ (Westzone 1948) – Werken, die sich kritisch mit dem NS-Regime auseinandersetzten.

Nun wurden Zellers Originaltonbänder zu „Serengeti darf nicht sterben“ wiederentdeckt, restauriert und als CD mit einem informativen Booklet veröffentlicht. Ein schöner, auch akustisch lohnender Rückblick auf ein Stück deutsche Filmgeschichte.