Fakten zum „Star Wars“-Universum Star Wars: Wer ist Darth Vader?

Von Manuela Kanies | 16.12.2015, 16:14 Uhr

Warum ist Darth Vader böse? Was passiert in den anderen „Star Wars“-Filmen? Vor dem Kinobesuch von „Star Wars 7: Das Erwachen der Macht“ erklären wir noch einmal ein paar Details.

Worum geht es im Detail?

Ohne massive Spoiler geht es an dieser Stelle leider nicht weiter: Der Kern der Geschichte in den Episoden 4 bis 6 sind Luke Skywalker und Prinzessin Leia, sie finden heraus, dass sie Zwillinge sind. In Episode 5 kommt es dann zum entscheidenden Kampf zwischen Bösewicht Darth Vader und Jedi-Ritter Luke und zum legendären Satz: „Luke, ich bin Dein Vater!“ (Weiterlesen: In welcher Reihenfolge sollte man die Star Wars-Filme sehen?) 

Wie es dazu kam, dass der Bösewicht zwei Kinder hat, die sich auf die gute Seite schlagen, damit beschäftigen sich die ersten drei „Star Wars“-Filme. Ist der erste Teil, „Eine neue Hoffnung“, ein nett anzusehender bunter Kinderfilm, in dem Anakin Skywalkers Macht als Kind entdeckt wird, gerät „Angriff der Klonkrieger“ zum größten Ärgernis der „Star Wars“-Filmgeschichte. An Kitsch kaum zu überbieten, erzählt der Film langatmig und unglaubwürdig den eigentlichen Kern der Geschichte, nämlich wie Senatorin Padmé und Anakin sich ineinander verlieben und gegen den Widerstand der Jedi-Ritter die Zwillinge Luke und Leia zeugen.

Darauf aufbauend, schlägt sich Anakin im dritten Teil, „Die Rache der Sith“, komplett auf die dunkle Seite der Macht: Nur mit den Kräften der Sith, so denkt Anakin, könne er Padmé retten, die bei der Geburt der Zwillinge in Lebensgefahr schwebt. Deshalb bekämpft Anakin im bisher düstersten Film der Reihe seinen Mentor Obi Wan Kenobi, kann Padmé aber trotzdem nicht retten. Damit ist der Grundstein für die nachfolgenden Episoden in Gestalt von Darth Vader gelegt.

Eine Wohltat gegen die mäßig inszenierten ersten drei Teile ist der Witz und Charme von Episode 4 bis 6. Vom raubeinigen Han Solo (Harrison Ford), der sich vom Schurken zum Helden mausert, über eine für die Zeit erstaunlich schlagkräftige Frauenfigur, Prinzessin Leia (Carrie Fisher), bis hin zum schmächtigen Helden Luke Skywalker (Mark Hamill): Der Mythos lebt zurecht noch weiter. (Ob Star Wars 7: Das Erwachen der Macht seine Werbeversprechen hält, lesen Sie in unserer Kritik.) 

Was passiert noch mal mit Luke und Leia?

Erinnerung an die gute alte Zeit: Die Rebellenallianz kämpft gegen die Sith und ihren Oberschurken Darth Vader. Prinzessin Leia Organa gelingt es, Baupläne einer mächtigen Raumstation der Sith, des Todessterns, zu stehlen, und sie versteckt sie im Roboter R2D2. Dann wird Leia von Darth Vader gefangen genommen, und R2D2 macht sich mit dem Droiden C3PO auf den Weg, den Jedi-Ritter Obi Wan Kenobi zu finden.

Obi Wan trifft indes auf Luke Skywalker, der junge Mann weiß aber noch nichts von seiner Bestimmung, ein Jedi zu werden. Mit der Hilfe von Obi Wan, dem Piloten Han Solo und dessen Gefährten Chewbacca retten sie die Prinzessin, beim Kampf gegen Darth Vader stirbt Obi Wan. Einen Sieg erringen die Rebellen dennoch, als sie den Todesstern mithilfe von Luke vernichten können.

In „Das Imperium kehrt zurück“ stellt sich Luke der schwierigen Ausbildung zum Jedi durch Meister Yoda im Sumpf. Nachdem die Sith einen neuen Stützpunkt etabliert haben, überredet Darth Vader den Imperator, seinen Meister, Luke nicht zu töten, sondern ihn zu überreden, zur dunklen Seite der Macht zu wechseln. Nach dem dramatischen Kampf zwischen Vater und Sohn verliert Luke seine Hand wie einst sein Vater in Episode 2 und flieht mit letzter Kraft dank Leias Hilfe. Han Solo wird unterdessen von Vader gefangen genommen und eingefroren.

Im sechsten Teil der Saga, „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“, retten die Helden Han Solo aus den Fängen von Jabba the Hutt, vorher nimmt Hutt aber noch Leia als Sklavin gefangen. Sie muss ihm in einem goldenen Bikini angekettet zu Diensten sein. Diese diskriminierende Szene hasst Schauspielerin Carrie Fisher immer noch so sehr, dass sie der neuen Heldin in „Das Erwachen der Macht“, Daisy Ridley, geraten hat, um solche Kostüme einen hohen Bogen zu machen. 

Anschließend erfährt Luke von Yoda, dass Darth Vader nicht nur sein Vater, sondern auch Leias Erzeuger ist. Während der Angriff der Rebellen auf den zweiten Todesstern der Sith beginnt, kämpft Luke erneut gegen seinen Vater, er und der Imperator wollen Luke und Leia weiterhin bekehren. Luke wehrt sich, schlägt Vader die Hand ab, doch der Imperator greift ein und will Luke töten. Im letzten Moment rettet Darth Vader seinen Sohn und stürzt den Imperator in den Tod. Somit hat Darth Vader sein Schicksal als Auserwählter erfüllt und die Macht kurz vor seinem eigenen Tod wieder ins Gleichgewicht gebracht. (Lesen Sie weiter: Was kommt nach Star Wars 7?)