Buch erscheint am 4. Oktober „Origin“ von Dan Brown: Die großen Fragen der Menschheit

Von Anne Reinert, Anne Reinert | 04.10.2017, 07:00 Uhr

 Der neue Dan Brown erscheint am Mittwoch, 4. Oktober: In „Origin“ geht es um die ganz großen Menschheitsfragen.

Wenn ein neuer Dan Brown erscheint, ist das eine große Sache. Eine, um die ein Verlag gern bis zur letzten Minute ein Geheimnis macht. So zumindest im fünften Band der Reihe um den Symbolforscher Robert Langdon. Erst am Vortag der Veröffentlichung auf dem deutschen Buchmarkt hatte der Verlag den Rezensenten das Buch als PDF per Mail zukommen lassen. Für Kritiker in Deutschland hieß das am Tag der Deutschen Einheit: lesen, lesen, lesen. Denn ein es ist wie immer ein nicht gerade kurzes Buch geworden, um genau zu sein 670 Seiten.

Und wie immer geht es bei Brown um die ganz großen Fragen. Das ist ein altbewährtes Rezept, das nicht nur in den vier Vorgängerbüchern Erfolg brachte, sondern auch in den Verfilmungen mit Tom Hanks. In „Origin“ - übersetzt „Ursprung“ – will der Futurologe Edmond Kirsch die zwei großen Menschheitsrätsel gelöst haben: Woher kommen wir? Und wohin gehen wir?

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Gegensatz von Religion und Wissenschaft

Es kommt eine ganze Menge zusammen bei dem amerikanischen Bestsellerautor: Über Künstliche Intelligenz, Physik, Chemie und Kunst gibt es hier unter anderem etwas zu lernen. Wie immer prallen bei Dan Brown die unversöhnlichen Gegensätze von Religion und Wissenschaft aufeinander.

Klar wird spätestens in Band fünf: Professor Robert Langdon ist Anhänger eines „eher klassischen Kunstbegriffs“. Da steht er anfangs etwas unbeholfen im altmodischen Frack und mit weißer Weste unter einer riesigen Spinnenskulptur von Louise Bourgeois im Guggenheim-Museum in Bilbao. Robert Langdon und die moderne Kunst – das gehört nur bedingt zusammen Er fühlt sich „wohler, wenn er über den religiösen Symbolgehalt der Gemälde von Hieronymus Bosch oder die Pinselführung von Francisco de Goya“ referiert.

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Typischer Dan Brown

Doch Skulpturen aus Nebel oder Konzeptkunst von Jenny Holzer passen besser zu dem Futurologen Edmond Kirsch, einem ehemaligen Studenten von Robert Langdon, der in eben jenem Museum seine bahnbrechenden Erkenntnisse präsentieren will.

Wer Dan Brown will, der bekommt ihn auch mit diesem Buch. Wissensvermittlung wird erneut mit Spannung verbunden. Nur dass der 53-jährige Brown sich dieses Mal dem Science-Fiction-Roman nähert. Das können andere zwar besser. Ein Erfolg dürfte aber auch Fall Nummer fünf für Robert Langdon werden.

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