Projektionsbiennale startet lichtsicht: Doch Chance für eine siebte Ausgabe?

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Bad Rothenfelde. Wie geht es weiter mit der „lichtsicht“? Die Risken-Stiftung steigt nach zehn Jahren aus der Förderung aus. Die sechste Ausgabe 2017 läuft als Retrospektive. Derweil wird nach neuen Geldgebern gesucht.

„Die Heristo AG wollte immer nur eine Anschubfinanzierung leisten“, stellte Marion T. Carey-Yard, Geschäftsführerin der lichtsicht GmbH zur Preview der sechsten und vorläufig letzten Ausgabe der Biennale für Projektionskunst fest, die vom 29. September 2017 bis zum 28. Januar 2018 in Bad Rothenfelde bei Osnabrück gezeigt werden wird. Die von dem Unternehmen getragene Heinrich W. Risken-Stiftung werde sich künftig nur noch mit einem kleinen Betrag beteiligen wollen, forderte Marion T. Carey-Yard ein deutlicheres Engagement anderer Geldgeber. Derzeit gilt die sechste Ausgabe der überregional stark beachteten Biennale für Projektionskunst als deren letzte Ausgabe. Hier weiterlesen: Lichtsicht - Doch noch Gelder von der Risken-Stiftung?.

„Wir geben etwas“

Dabei scheinen die Aussichten für eine siebte Ausgabe der Biennale in zwei Jahren nicht schlecht zu sein. „Wir müssen uns vor den Karren der Bewegung spannen. Ich tue das gerade“, sagte Klaus Rehkämper, Bürgermeister von Bad Rothenfelde, bei der Preview vollmundig. „Wir geben selbst etwas“, sagte der Bürgermeister im Hinblick auf seine Gemeinde. Seinen Angaben zufolge laufen Gespräche mit dem Landkreis Osnabrück und dem Land Niedersachsen. Auch Kontakte zu möglichen Sponsoren sollen geknüpft sein. „Die Signale, die wir aus diesen Kreisen empfangen, lassen uns hoffen“. Allerdings werde eine weitere lichtsicht-Biennale im Hinblick auf das Budget wohl kleiner ausfallen als ihre Vorgänger. Hier weiterlesen: Stiftung gibt kein Geld mehr - Lichtsicht in Gefahr.

Kunst auf Gradierwerken

Die sechste Ausgabe der Biennale für Projektionskunst präsentiert einen Querschnitt der bisherigen Ausgaben des 2007 zum ersten Mal ausgerichteten Formats, bei dem Videos aus 50 Beamern auf die Wände der Gradierwerke des Ortes und weiterer Bauwerke gestrahlt werden. Zum Angebot der aktuellen Ausgabe gehören Werke von Künstlern wie William Kentridge, Sigalit Landau oder der kürzlich verstorbenen Rosalie. Manfred Schneckenburger, Gründungskurator der lichtsicht und zweimaliger Leiter der Documenta, sagte, mit der Biennale sei das künstlerische Genre der „erweiterten Projektion“ im Kanon der Künste etabliert worden. Zu diesem Genre gehörten erzählerische Formen ebenso wie Projektionen, die die besonderen medialen Möglichkeiten des Computers und digitaler Medien ins Spiel brächten. Idis Hartmann, Assistentin des Kurators Peter Weibel, verwies auf den besonderen Status der projizierten Bilder, die in Bad Rothenfelde gezeigt würden. Digitale Bilder und die Flächen der aus Reisig geschichteten Gradierwerke verschmelzen nach ihren Worten zu neuartigen „hybriden Räumen“. Hier weiterlesen: „lichtsicht“ 2015 - interaktive Kunst im Test.

Hier weiterlesen: Wie war die „lichtsicht“ 2015? Die Besprechung.


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