Chance für Projektionsbiennale Lichtsicht: Doch noch Geld der Risken-Stiftung?

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Spektakuläre Kunst aus Licht: Installation auf der fünften Projektions-Biennale „Lichtsicht“ in Bad Rothenfelde 2015. Foto: Michael GründelSpektakuläre Kunst aus Licht: Installation auf der fünften Projektions-Biennale „Lichtsicht“ in Bad Rothenfelde 2015. Foto: Michael Gründel

Bad Rothenfelde. Hat die lichtsicht-Projektionsbiennale doch noch eine Zukunft? Die Risken-Stiftung will eine weitere Finanzierung nun doch nicht ausschließen.

Kein Geld mehr für die lichtsicht-Projektionsbiennale: Im Mai 2017 hatte Mäzen Heinrich W. Risken, der das Kunstereignis bis dahin über seine Stiftung allein finanziert hatte, den Ausstieg aus der Finanzierung angekündigt. Damit stand fest, dass das Kunstevent mit seiner sechsten Ausgabe die vom 29. September 2017 bis zum 28. Januar 2018 zum letzten Mal stattfinden würde. Nun scheint es aber doch noch eine Chance für das überregional stark beachtete Format der Videokunst zu geben. Nach Vorstellung der lichtsicht GmbH sollen „Dritte“ das Kunstereignis vor allem fördern. Die Heinrich W. Risken-Stiftung würde einen kleinen Teil des Budgets übernehmen. Hier weiterlesen: Stiftung gibt kein Geld mehr - Lichtsicht in Gefahr.

Marion T. Carey-Yard, Geschäftsführerin der lichtsicht gemeinnützige GmbH teilte auf Anfrage mit, dass derzeit nach neuen Unterstützern des Kunstereignisses gesucht wird. In Gesprächen mit Stiftungen und Sponsoren werde derzeit dafür geworben, sich für die Biennale zu engagieren. Zudem sei die Gemeinde Bad Rothenfelde daran interessiert, dass die Biennale weiter stattfindet. Eine „Fortsetzung durch die öffentliche Hand“ hatte Bürgermeister Klaus Rehkämper seinerzeit ausgeschlossen. Gleichzeitig ist nach den Worten von Marion T. Carey-Yard klar, dass ein Aus für das Kunstereignis „einen erheblichen Image- und Kulturschaden für die gesamte Region“ bedeuten würde. Ziel der Gespräche soll es nun sein, eine „Mehrheitsfinanzierung durch Dritte“ zu erreichen. Nach der Mitteilung der lichtsicht GmbH müssten öffentliche und private Unterstützer „den Großteil des Budgets tragen“. Die Heinrich W. Risken Stiftung wird in diesem Fall nach den Angaben das Kunstereignis weiter unterstützen. Hier weiterlesen: „lichtsicht“ 2015 - interaktive Kunst im Test.

Die zunächst von dem zweifachen Documenta-Leiter Manfred Schneckenburger und ab 2015 von Peter Weibel, dem Leiter des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe, kuratierte Ausstellung mit Projektionskunst hatte mit brillanten Beiträgen und einem einmaligen Präsentationsort schnell überregional gepunktet. Zuletzt hatte Peter Weibel mit Robert Wilson und William Kentridge Stars der internationalen Kunstszene für das Kunstereignis in dem Kurort bei Osnabrück gewinnen können. Mit den insgesamt über einen Kilometer langen und elf Meter hohen Gradierwerken, Holzbauwerken zur Salzgewinnung, steht in Bad Rothenfelde eine exorbitant große Projektionsfläche für die Videobeiträge der Biennalen zur Verfügung. Die sechste und vorerst letzte Ausgabe der „lichtsicht“ wird als „Best of“ der bisherigen Ausgaben konzipiert werden. Hier weiterlesen: Wie war die „lichtsicht“ 2015? Die Besprechung.


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