Ausstellung mit alten Büchern Maria Laach beleuchtet katholische Wurzeln Luthers

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Die romanische Klosterkirche der Benediktinerabtei Maria Laach. Foto: dpaDie romanische Klosterkirche der Benediktinerabtei Maria Laach. Foto: dpa

KNA Maria Laach. Mit bis zu fünfhundert Jahre alten Büchern aus ihrer berühmten Jesuitenbibliothek wirft die Benediktinerabtei Maria Laach einen Blick auf die Ursprungs- und Wirkungsgeschichte Martin Luthers und der Wittenberger Reformbewegung.

„Woher hat Luther das, was er sagt? Was wurde aus dem, was Luther gesagt hat?“ sind die Leitfragen der noch bis zum 24. August laufenden Ausstellung „Luther in Laach“. „Wir wollen hier den reformkatholischen Luther zeigen“, es gehe dabei um Dialog statt Konfrontation, sagte der Kurator der Schau, Pater Augustinus, zur Eröffnung.

Die von der Abtei und dem Landesbibliothekszentrum (LBZ) Rheinland-Pfalz gemeinsam konzipierte Ausstellung macht auf die innerkatholische Verortung der Reformanliegen Luthers aufmerksam, der laut Pater Augustinus zeitlebens von seiner klösterlichen Lebensweise geprägt war. Zudem beleuchten Exponate, wie unterschiedlich Luther unter reformkatholischen, konfessionellen und ökumenischen Perspektiven sowie unter Gesichtspunkten der Polemik wahrgenommen wurde.

„Die Ausstellung gibt einen kritischen Impuls zum Reformationsgedenken, weil sie Luther weder isoliert und oberflächlich noch verklärend betrachtet“, heißt es in einer Begleitbroschüre. Die Leiterin des LBZ, Annette Gerlach, betont: „Die Exponate entstammen alle der Bibliothek der Abtei Maria Laach und zeigen dadurch auch das Wachsen und die Besonderheiten einer historischen Bibliothekssammlung.“


„Luther in Laach“ läuft bis zum 24. August und ist eine Kooperation der Benediktinerabtei mit dem Landesbibliothekszentrum (LBZ) Rheinland-Pfalz. Sie wird anschließend im LBZ in Koblenz sowie in Berlin und Speyer gezeigt. Weil die historische Jesuitenbibliothek nur einen eingeschränkten Raum bietet und im regulär nicht zugänglichen Klausurbereich der Abtei liegt, können maximal 15 Besucher gleichzeitig die Ausstellung besichtigen. Ein Zugang ist nur nach vorheriger Anmeldung unter ausstellung@maria-laach.de möglich. Der Eintritt für individuelle Besichtigungen von 30-minütiger Dauer und mit kostenloser Begleitbroschüre ist frei, eine Spende wird erbeten.

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