Universität Hildesheim Öffentliche Vorlesungsreihe zu Populismus

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Konnte sich in den Niederlanden nicht durchsetzen: der Rechtspopulist Geert Wilders. Foto: Daniel Reinhardt/dpaKonnte sich in den Niederlanden nicht durchsetzen: der Rechtspopulist Geert Wilders. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

KNA Hildesheim. Eine Ringvorlesung zu populistischen Tendenzen und der Zukunft der Parteien in Deutschland, der EU und darüber hinaus bietet ab diesem Dienstag die Universität Hildesheim an.

An elf Terminen jeweils dienstags untersuchen Experten die stärker gewordene Präsenz populistischer Strömungen, wie die Hochschule am Montag in Hildesheim ankündigte. Anlass ist das „Superwahljahr 2017“.

Im Wahljahr 2017 werde sich zeigen, wie wehrhaft westliche Demokratien und Parteiensysteme sind, heißt es in der Ankündigung. In den Vorlesungen würden Fragen behandelt wie: „Sorgen Populismus, Personalisierung und emotionaler Protest von rechts und links dafür, dass etablierte politische Parteien zurückgedrängt werden? Oder gelingt es den Parteien sich unter neuen Vorzeichen neu zu erfinden - wie die der SPD zumindest in den ersten Wochen der ‚Schulz-Manie‘ zu gelingen schien?“

Im europäischen Vergleich

Zum Auftakt spricht am Dienstag (11. April) die Münsteraner Historikerin und Politikwissenschaftlerin Karin Priester über „Rechts- und Linkspopulismus“. Am zweiten Termin (18. April) liefert die Hildesheimer Politikwissenschaftlerin Marianne Kneuer eine Übersicht über „Populismus im europäischen Vergleich“. Die dritte Vorlesung hält der in Münster lehrende niederländische Historiker Friso Wielenga über die Situation in seiner Heimat, wo Mitte März bei den Parlamentswahlen die rechtspopulistische Freiheitspartei von Geert Wilders nicht wie zuvor prognostiziert den Wahlsieg errang.

Weitere Vortragende in den jeweils um 18.00 Uhr im Hörsaal 2 beginnenden Vorlesungen sind der Rostocker Politikwissenschaftler Nikolaus Werz (9. Mai), der über Lateinamerika referiert, der Trierer Politikwissenschaftler Joachim Schild (16. Mai), der die dann gelaufene Präsidentschaftswahl in Frankreich unter die Lupe, sowie der Berliner Politologe Christian Lammert (27. Juni), der die USA thematisiert. Den Abschuss der Reihe bildet nach den Angaben am 4. Juli eine Podiumsdiskussion. An ihr sollen auch Politiker und Journalisten teilnehmen.


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