Erste Vergabe der Auszeichnung Osnabrücker Kunstpreis: Frank Gillich hat ihn!

Preisverleihung: Jurorin Barbara Kaesbohrer, Stifter Hans-Wolf Sievert, Künstlerin Hiltrud Schäfer, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Preisträger Frank Gillich, Niklas Sievert, Preisträgerin Franziska Schmitz und Ulrike Hamm, Vorsitzende des Museums- und Kunstvereins (von links). Foto: Hermann PentermannPreisverleihung: Jurorin Barbara Kaesbohrer, Stifter Hans-Wolf Sievert, Künstlerin Hiltrud Schäfer, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Preisträger Frank Gillich, Niklas Sievert, Preisträgerin Franziska Schmitz und Ulrike Hamm, Vorsitzende des Museums- und Kunstvereins (von links). Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Jetzt wurde er zum ersten Mal vergeben - der Osnabrücker Kunstpreis. Frank Gillich erhielt die Auszeichnung. Der Förderpreis ging an Franziska Schmitz.

Barbara Kaesbohrer versteht sich auf ihr Handwerk. „Ich bin ein Freund des Spannungsaufbaus“, sagt die Professorin für Szenografie an der Universität Osnabrück mit einem Augenzwinkern. Dabei warten ihre Zuhörer nur auf die Antwort auf die eine Frage: Wer erhält denn nun den ersten Osnabrücker Kunstpreis? Am gestrigen Sonntag hatte der auslobende Museums- und Kunstverein (MuK) zur Preisverleihung ins Kulturgeschichtliche Museum geladen. Hier weiterlesen: Osnabrücker Kunstpreis - Ausstellung im Museum.

Dank an den Förderer

Natürlich weiß Kaesbohrer, Mitglied der fünfköpfigen Jury, längst, auf wen die Wahl der Experten gefallen ist. Aber sie sagt erst noch etwas darüber, wie wichtig die Förderung bildender Künstler ist, dankt der Sievert Stiftung für Kunst und Kultur für die splendide finanzielle Unterstützung – und verkündet endlich das Ergebnis: Erster Preis für Frank Gillich, Förderpreis für Franziska Schmitz, „Erwähnung“ für Hiltrud Schäfer. Hier weiterlesen: Erster Kunstpreis für Osnabrück.

Die reine Kunst

Als Sprecherin der Jury lieferte Kaesbohrer eine sehr knappe und zugleich erschöpfende Begründung für dieses Votum. Die großformatigen Kohlezeichnungen von Frank Gillich haben nach ihren Worten die Juroren einfach sofort gefangen genommen. „Wir standen lange vor diesen Arbeiten“, sagte Kaesbohrer und verwies auf die Kunst Gillichs, seine Blätter zu einem Manifest reiner künstlerischer Äußerung zu machen. Gillich liefert mit diesen Zeichnungen, die statt eines Titels nur das Datum ihrer Entstehung tragen, ein Geflecht aus dichten Spuren der körperlichen Arbeit des Künstlers. Hier weiterlesen: Osnabrücker Museumsverein lobt Kunstpreis aus.

Fotos aus dem Nachlass

Kaum weniger suggestiv fallen die Porträts aus, mit denen Franziska Schmitz beeindruckt habe. Die Studierende der Kunst an der Universität Osnabrück habe ihre Bilder nach Fotografien angefertigt, die sich in Nachlässen Verstorbener angefunden hätten, sagte die Professorin. Bei diesen Gemälden geht es nicht um Porträts von Personen, sondern um den Ausdruck einer „lakonischen Melancholie“, so Kaesbohrer, die zudem der Künstlerin Hiltrud Schäfer eine lobende „Erwähnung“ für ihren jahrzehntelangen Einsatz für die Kunst in der Region Osnabrück aussprach. Hier weiterlesen: Osnabrücker Stadtgalerie zeigt Outsider Art.

„Vielfalt des Schaffens“

„Der Preis vermittelt einen spannenden Eindruck von der Vielfalt des künstlerischen Schaffens in der Region“, hatte zuvor Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert gesagt und Stifter Hans-Wolf Sievert gelobt. Dessen Stiftung trägt nicht nur das Preisgeld, sondern auch die weiteren Aufwendungen für die Preisvergabe. Hier weiterlesen: Frank Gillich in der Villa Stahmer.


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