Projekt im Osnabrücker Museum Künstlerprojekt zu Albrecht Dürers Grafiken

Alle für Dürer: Museumsdirektor Nils-Arne Kässens, Kurator Thorsten Heese, Pressesprecher Sven Jürgensen, Stadtrat Wolfgang Beckermann (von links) und (vorn) Stifter Hans-Wolf Sievert, Foto: Angela von BrillAlle für Dürer: Museumsdirektor Nils-Arne Kässens, Kurator Thorsten Heese, Pressesprecher Sven Jürgensen, Stadtrat Wolfgang Beckermann (von links) und (vorn) Stifter Hans-Wolf Sievert, Foto: Angela von Brill

Osnabrück. Osnabrücks Museum bewahrt einen Schatz: Dürers Grafiken. Lange waren sie kaum zu sehen. Das soll sich ändern - mit dem Projekt „Dürer + Ich“.

Albrecht Dürers Meisterwerke liegen in den von Daniel Libeskind entworfenen Archivschränken gut und sicher. Allerdings blieben die Stars im Bestand des Kulturgeschichtlichen Museums in Osnabrück von Besuchern auch meist unbemerkt. „Dürer + Ich“ heißt ein Arbeits- und Ausstellungsprojekt, mit dem berühmte Grafiken wie „Ritter, Tod und Teufel“ oder „Die Apokalypse“ wieder „zum Leuchten“ gebracht werden sollen, wie der neue Museumschef Nils-Arne Kässens sagt. Er hat das von der Sievert-Stiftung für Wissenschaft und Kultur geförderte Projekt gemeinsam mit Kurator Thorsten Heese und Sven Jürgensen vom Presseamt der Stadt entwickelt. Hier weiterlesen: Museum als Labor - Nils-Arne Kässens im Interview.

Raum wird neu gestaltet

Der eigentliche Clou: Kässens will das Projekt dazu nutzen, den Dürer-Raum im Museum neu zu gestalten. Dabei will er sich auch von den Möbeln trennen, die Daniel Libeskind, immerhin Architekt des Felix-Nussbaum-Hauses, seinerzeit für den Raum entworfen hat. Rückendeckung bekommt er dabei von Kulturdezernent Wolfgang Beckermann, der den Dürer-Raum bei einem Rundgang mit Kässens durch das Museum „als Problem definiert“ hat. Hier weiterlesen: Viel Arbeit für Nils-Arne Kässens - Museen im Reformstau.

Kurskorrektur für das Museum

Beckermann sieht die Dürer-Renovierung nur als Teilschritt einer grundlegenden Kurskorrektur im Osnabrücker Museumsquartier. Das Museum befinde sich „an der Schnittstelle“, was Angebot und Besucherresonanz anginge, kritisierte Beckermann. Das Haus müsse jetzt neu aufgestellt werden. Hier weiterlesen: Mit dem Dürer-Hasen - Tiere in der Kunst.

Workshop für die Künstler

„Dürer + Ich“ soll für Bewegung sorgen. Nach den Planungen sollen bis zu 15 Künstlerinnen und Künstler auf die berühmten Werke Dürers reagieren. In einem öffentlichen Workshop am 22. Mai sollen sie ihre Projekte konzipieren, die dann bis zum 9. Juli entstehen sollen. Die Planer wollen die Ausstellung mit den Werken Dürers und den kreativen Reaktionen am 20. Juli eröffnen. Die Werke sollen bis zum 17. September zu sehen sein. Der Osnabrücker Dürer-Bestand verdankt sich der Stiftung Konrad Liebmanns. Unter dem Titel „Das große Glück“ erlebte die Osnabrücker Dürer-Kollektion ihre bislang größte Ausstellung.


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