Erhalt vorerst gesichert Osnabrücker Rat beschließt Förderung von hase29

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Auf kurz vor Zwölf standen die Uhren für den Kunstraum hase29 in der Osnabrücker Hasestraße. Nach einem Ratsbeschluss ist die Zukunft der Galerie jedoch vorerst gesichert. Foto: Michael GründelAuf kurz vor Zwölf standen die Uhren für den Kunstraum hase29 in der Osnabrücker Hasestraße. Nach einem Ratsbeschluss ist die Zukunft der Galerie jedoch vorerst gesichert. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Die Zukunft des Kunstausstellungsraumes hase29 in der Hasestraße Osnabrück ist vorläufig gesichert. Eine Ratsmehrheit stimmte für eine auf drei Jahre begrenzte Förderung mit einer Gesamtsumme von 52.000 Euro, wie in einem Änderungsantrag der UWG und Piraten gefordert.

Der Verein Gesellschaft für zeitgenössische Kunst (GfzK) hatte einen Antrag über eine „institutionelle Anschubfinanzierung“ für hase29 gestellt. Über eine entsprechende Beschlussvorlage des Kulturausschusses wurde in der Ratssitzung am Dienstag abgestimmt. Die Verwaltung hatte sich in der Vorlage gegen die Förderung ausgesprochen. Im Vorfeld sprach GfzK-Vorsitzende Elisabeth Lumme im Falle einer Absage von einem „Totalschaden“ für hase29 . Der Verein sei ohne das Geld nicht in der Lage, Drittmittel einzuholen.

52.000 Euro über drei Jahre verteilt

Mit einer Mehrheit aus UWG, Piraten, SPD, Grüne und Linken gewährt der Rat der GfzK eine dreijährige institutionelle Anschubförderung bis 2019, zweckgebunden an den Standort hase29. Gegen den Beschluss stimmten CDU und BOB. FDP und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert enthielten sich. Die Gesamtsumme von 52.000 Euro wird dabei gestaffelt ausgezahlt: 20.000 Euro (2017), 17.500 Euro (2018) sowie 15.000 Euro (2019). „Eine weitere Anschubförderung findet ab 2020 nicht mehr statt“, heißt es weiter im Beschluss.

Zuschussvertrag zwischen Kulturverwaltung und GfzK

Darüber hinaus wird die Kulturverwaltung beauftragt, einen Zuschussvertrag mit der GfzK abzuschließen, um dem in der Beschlussvorlage benannten Fehlen von Ausstellungsräumen für junge und regionale Künstler entgegenzuwirken. Dazu soll in dem Vertrag die Förderung regionaler Kunst verankert werden.

Institutionelle Förderung eigentlich ausgeschlossen

Mit der Anschubförderung handelt die Stadt Osnabrück gegen eine vorangegangene Entscheidung: Nach dem Ende der Förderung der Stadtgalerie hatte die Stadt eine institutionelle Förderung eines Kunstraumes eigentlich ausgeschlossen. Das Budget der Stadtgalerie floss 2015 in die Projektmittel des Fachbereiches Kultur.


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