Kuratorin Lumme möchte „Anschub“ hase29: Stadt soll Ausstellungsraum unterstützen

Meine Nachrichten

Um das Thema Kultur Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

So ging es los: Elisabeth Lumme und Jürgen Shomakers präsentierten 2016 in der Hasestraße „start55“ mit junger Kunst aus der Region. Foto: Michael GründelSo ging es los: Elisabeth Lumme und Jürgen Shomakers präsentierten 2016 in der Hasestraße „start55“ mit junger Kunst aus der Region. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Der Osnabrücker Ausstellungsraum „hase29“ hat sich etabliert. Jetzt soll die Stadt Mietkosten übernehmen. Das sagt Kuratorin Elisabeth Lumme.

Finanziert die Stadt Osnabrück die Miete für den Ausstellungsraum hase29 in den Jahren 2017 bis 2019? Das wünscht sich jedenfalls Elisabeth Lumme, Vorsitzende der Gesellschaft für zeitgenössische Kunst e.V., und spricht dabei von einer „Anschubfinanzierung“. Der Ausstellungsraum sei von privatem Engagement getragen. Jetzt werde nach Unterstützern gesucht. „Aber damit kann man nicht so schnell erfolgreich sein“, sagt Lumme. Die Hilfe der Stadt wäre für sie eine Überbrückung der aktuellen Situation. Das Problem: Die Stadt Osnabrück hatte nach dem Ende der Förderung für die Stadtgalerie die institutionelle Förderung eines Kunstraumes ausdrücklich ausgeschlossen. Das Budget der Stadtgalerie war 2015 den Projektmitteln des Fachbereiches Kultur zugeschlagen worden. Hier weiterlesen: „hase29“ hat die Osnabrücker Kunstszene verändert .

Geld von Sponsoren

Nach den Worten von Elisabeth Lumme kamen aus diesen Projektmitteln 2016 für hase29 insgesamt 19600 Euro an städtischen Mitteln. Die Stiftung der Sparkasse habe im gleichen Zeitraum die Miete für den Raum an der Hasestraße finanziert. Der Gesellschaft sei es gelungen, weitere 29000 Euro an Sponsorengeldern einzuwerben, sagte Lumme weiter und verwies dabei auf die Unterstützung von Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU). Weitere Spenden und Sachleistungen sind nach den Worten Lummes hinzugekommen. Nun müsse es darum gehen, den Ausstellungsraum dauerhaft zu etablieren. Nur so könne hase29 zu einer verlässlichen Größe für Sponsoren und Spender werden. Deshalb erfolge, so Lumme, die Bitte um Unterstützung durch die Stadt. Hier weiterlesen: Welche Kultur braucht Osnabrück? Experten diskutieren bei NOZ Medien.

Verein startet Werbeaktion

Wie Lumme weiter klarmachte, will die Gesellschaft für zeitgenössische Kunst dabei nicht allein auf die für März 2017 erwartete Entscheidung des Osnabrücker Rates warten. Den Angaben zufolge startet die Gesellschaft eine Werbeaktion, mit der neue Unterstützer gewonnen werden sollen. Dafür entwickeln die Künstlerin Eva Preckwinkel und ihre Kollegen Wilfried Bohne und Helle Jetzig Editionen, die neuen Mitgliedern nach einem bestimmten Beitragsschlüssel zukommen sollen. Die Aktion soll helfen, den Ausstellungsraum langfristig aus eigenen Kräften finanzieren zu können. Damit will die Gesellschaft ein Programm sichern, das inzwischen nach eigener Einschätzung auch überregional wahrgenommen wird. Hier weiterlesen: Performance im Ausstellungsraum „hase 29“.

Verwaltung stimmt sich ab

Von der Stadt Osnabrück gibt es einstweilen keine Rückmeldung. Patricia Mersinger, Leiterin des Fachbereiches Kultur, verweist auf die Sitzung des Kulturausschusses am 16. Februar 2017. Einstweilen stimme die Verwaltung ihre Position zu der Frage einer Unterstützung des Ausstellungsraumes in der Hasestraße ab, heißt es von Patricia Mersinger. Hier weiterlesen: Pläne für die Stadtgalerie - Christoph Seidel im Interview.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN