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Meurisses Comic „Die Leichtigkeit“ „Charlie“-Überlebende: „Je suis Charlie“ war kein Trost


Berlin. Catherine Meurisse überlebte die „Charlie Hebdo“-Morde, weil sie verschlafen hatte. Jetzt hat sie ein Comic über das Trauma gezeichnet. Im Interview erklärt sie, warum sie nach den Morden Obama nicht sehen wollte und wieso die Mörder im Comic „Die Leichtigkeit“ keine Rolle spielen.

Am 7. Januar 2015 überfallen die Brüder Saïd und Chérif Kouachi die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ und ermorden zwölf Menschen. Die Zeichnerin Catherine Meurisse überlebt, weil sie an diesem Tag verschlafen hat. Ihr Comic-Band

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Catherine Meurisse

Catherine Meurisse wird am 8. Februar 1980 geboren. Mit 17 Jahren gewinnt sie das Goldene Eichhörnchen für das beste Schüler-Comic. Nach dem Abitur studiert sie in Poitiers Literaturwissenschaften und schließt in Paris ein Studium als Illustratorin an. Kunst- und Kulturgeschichte werden dann auch zum Thema ihres eigenen Werks: Für den „Figaro“ verwandelt sie ein Schulbuch zur französischen Literatur in eine Comic-Serie („Mes Hommes de lettres“, 2008), ihr Band „Le Pont des arts“ (2012) ironisiert die Beziehungen berühmter Maler und Dichter. Im Comic „Moderne Olympia“ (2014) erweckt Meurisse ein Manet-Bild zum Leben; und in „Savoir-vivre ou mourir“(2010) reinszeniert sie das Benimmbuch von Nadine de Rothschild. Direkt nach dem Studium stößt die Zeichnerin im Alter von 25 zur Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“. Als am 7. Januar 2015 zwei Männer mit Kalaschnikows ein Blutbad in der Redaktion anrichten, ist Meurisse nur deshalb nicht anwesend, weil sie aus Liebeskummer nicht schlafen konnte und morgenszu spät zur Arbeit kommt. Bevor Meurisse die Verlagsräume erreicht, wird sie von Nachbarn auf der Straße gewarnt und kann sich in Sicherheit bringen. Wie sie sich nach dem Tod ihrer Freunde das Leben und das Zeichnen neu beibringt, schildert ihr Comic „Die Leichtigkeit“. Ab dem 20. Dezember ist er beim Carlsen Verlag in deutscher Übersetzung erhältlich.

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