Luther-Bibel Frohe Botschaft vom Smartphone

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Die erste Ausgabe der vollständigen Übersetzung der Bibel durch Martin Luther „Biblia, das ist die gantze Heilige Schrifft Deudsch“ von 1534 liegt unter einer Glasvitrine auf der Wartburg in Eisenach. Foto: dpaDie erste Ausgabe der vollständigen Übersetzung der Bibel durch Martin Luther „Biblia, das ist die gantze Heilige Schrifft Deudsch“ von 1534 liegt unter einer Glasvitrine auf der Wartburg in Eisenach. Foto: dpa

Osnabrück. Der kostenlose Download der neuen Luther-Bibel markiert mehr als einen PR-Coup zum Reformationsjubiläum. Selbst das Buch der Bücher bedarf heute offenbar des digitalen Formats, um allgemein verbreitet zu sein.

30 Sekunden – und es ist passiert. Dann nämlich ist die App mit der ganzen Lutherbibel auf dem Smartphone installiert. Der kostenlose Download markiert mehr als einen PR-Coup zum Reformationsjubiläum. Selbst das Buch der Bücher bedarf heute offenbar des digitalen Formats, um allgemein verbreitet zu sein.

Ein medialer Sprung ist das aber nur zum Teil. Denn modern wird die Bibel nicht allein mit ihrem avancierten Trägermedium, modern wird sie vor allem mit einer Sprachgestalt, die sich an Luthers Text orientiert. Ein Wortlaut aus der Zeit der Federkiele auf der Benutzeroberfläche digitaler Endgeräte: So komplex sieht mediale Wirklichkeit heute aus.

„Ja, selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren“, heißt es im Lukas-Evangelium. Die Bibel-App macht nicht allein selig, aber immerhin ein wenig informierter. Denn die Kenntnisse der Bibel nehmen allgemein rapide ab.

Womöglich hilft das Smartphone, wieder mehr Menschen für ihren Text zu gewinnen. Das allein wäre schon eine frohe Botschaft.


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