Geschichte der Verfilmungen „Ben Hur“ - ein Historienfilm in der Filmhistorie

Charlton Heston als Galeerensträfling Judah Ben Hur in einer Szene aus dem Film „Ben Hur“ von William Wyler. Foto: dpaCharlton Heston als Galeerensträfling Judah Ben Hur in einer Szene aus dem Film „Ben Hur“ von William Wyler. Foto: dpa

Osnabrück. Die beiden berühmtesten Filmfassungen von „Ben Hur“ sind die von 1926 durch Regisseur Fred Niblo, sowie vor allem die Version von William Wyler 1959, beides Prestige-Produkte von Metro-Goldwyn-Mayer.

Die erste Verfilmung von „Ben Hur“ entstand bereits 1907, basierte auf einem Theaterstück und war nur 12 Minuten lang: Doch auch schon damals filmte man ein Wagenrennen, wobei Feuerwehrleute am Strand von New Jersey als Statisten fungierten.

Dennoch: Die beiden berühmtesten Filmfassungen sind die von 1926 durch Regisseur Fred Niblo, sowie vor allem die Version von William Wyler 1959, beides Prestige-Produkte von Metro-Goldwyn-Mayer des damals glamourösesten Hollywood-Studios. Während die 1926er-Version noch ein Stummfilm war, glänzte „Ben Hur“ 1959 durch Farbe und Cinemascope, aber auch im 70mm-Format. Gedreht wurde aus Kostengründen in den römischen Cinecittà-Studios, wo der damals noch unbekannte Sergio Leone unter Pseudonym beim zweiten Aufnahmeteam mitinszenierte.

Mit elf Oscars ist „Ben Hur“ (1959) dabei noch immer einer der Spitzenreiter, was Hollywoods wichtigste Auszeichnung angeht. Erst 1997 erhielt „Titanic“ ebensoviele Trophäen.

Und während der Held der Stummfilmversion, der 1968 brutal ermordete Ramon Navarro, weitgehend in Vergessenheit geriet, wurde ab 1959 Charlton Heston zu einem der bestbezahlten Stars in Hollywood, war Held in Monumentalepen wie „El Cid“ (1961), spielte in Science Fiction-Filmen wie „Planet der Affen“ (1968) oder Katastrophenfilmen wie „Erdbeben“ (1974) mit. 2010 entstand mit dem TV-Zweiteiler die fünfte Verfilmung von „Ben Hur“. Einer der Produzenten war übrigens der Sohn von William Wyler, David.


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