Neue CD mir Florian Noack Sergej Ljapunows Werke für Klavier


Osnabrück. Sergej Ljapunows Klaviermusik ist teils virtuoser als Liszt oder Rachmaninow, doch seine Musik wäre nur halb so attraktiv, hätte sie nicht zugleich enorme melodische und höchst poetische Qualitäten. Florian Noack spielt sie brillant, zu haben sind sie als CD bei ARS Produktion.

Die Verbindung dieser beiden unterschiedlichen Seiten ist von höchstem Reiz, und so darf man dem jungen Belgier Florian Noack dankbar sein, dass er nun in Folge zwei seiner geplanten Gesamteinspielung aller Klavierwerke Ljapunows vorgelegt hat. Schließlich sind viele Werke Ljapunows zuvor überhaupt noch nie aufgenommen worden. Und Florian Noack spielt brillant. Die Virtuosität ist berauschend, es perlt und funkelt überall, und die Artikulation bleibt selbst in technisch anspruchsvollsten Passagen perfekt.

Doch Florian Noack versteht es auch, die oft melancholischen, an Ljapunows großem Vorbild Milij Balakirew sowie an folkloristischen Themen orientierten Schönheiten der Melodik und Harmonik in Szene zu setzen, und akustisch gibt es wohl nicht viele besser gelungene Klavieraufnahmen als diese.

Am stärksten ist Ljapunow, wo er direkten Bezug auf russische oder ukrainische Folklore nimmt. Hervorzuheben wären daher besonders die Variationen und Fuge op. 49 über ein russisches Thema, die eine zarte Melodie abwechslungsreich verarbeiten und unterwegs bis ins Monumentale steigern sowie die „Fêtes de Noël“ op. 41. jaka


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