Preisverleihung mit Detlev Buck Cinema Arthouse und weitere Kinos in Niedersachsen ausgezeichnet

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Osnabrück. Detlev Buck und seine Tochter Bernadette Knoller waren die Preispaten bei der Verleihung der Kinoprogrammpreise der Nordmedia am Freitag im Cinema Arthouse. Unter den 58 Preisträgern waren auch Kinos aus der Region.

58 Filmtheater aus Niedersachsen und Bremen sind am Freitag mit dem Kinoprogrammpreis der Nordmedia ausgezeichnet worden. Preispaten bei der Verleihung im Cinema Arthouse in Osnabrück waren Detlev Buck und seine Tochter Bernadette Knoller, die gerade mit dem Film „Ferien“ ihr Regiedebüt vorgelegt hat.

Launig führten Vater und Tochter durch die Preisverleihung. Während sie die Urkunden an die Preisträger überreichten, wunderte sich Buck darüber, dass auch jüngere Kinos immer noch die Namen von früher tragen, etwa „Roxy“, „Schauburg“ oder „City-Kino“. „Wir haben für unsere Kinder doch auch neue Namen“, sagte er. Und fügte hinzu: „Als ob man alle nur Bernd nennt.“

Rollentausch mit Tochter

Bernadette Knoller stellte einen Ausschnitt aus „Ferien“ vor. In dem Film geht es um eine junge Staatsanwältin, die unter einem Burnout leidet. Ihr Vater, gespielt von Detlev Buck, verfrachtet sie zwecks Erholung auf eine Insel. Und wie ist das, sich von der Tochter Anweisungen geben zu lassen? „So ein Rollentausch ist mal ganz wichtig“, sagt Detlev Buck kurz vor der Verleihung im Gespräch mit unserer Redaktion. Für ihn sei der Filmdreh auf Borkum sehr entspannt gewesen. Man lerne sich so ganz neu kennen, fügte Bernadette Knoller hinzu.

Auch wenn das Internet als der große Konkurrent des Kinos gilt, ist der Regisseur dem Medium keineswegs abgeneigt. „Alles, was mit Medien zu tun hat, ist interessant“, sagt er. Allerdings nutze er seinen Netflix-Account kaum. „Schließlich muss man auch mal seinen Arsch bewegen“, erklärt Detlev Buck, dass er nicht immer vorm Rechner sitzen könne.

Preise auch für Cinema Arthouse und Lagerhalle

In vier Kategorien wurde der Kinoprogrammpreis verliehen. 17 nichtgewerbliche Filmtheater bekamen je 750 Euro für ihr Jahresprogramm, darunter die Lagerhalle in Osnabrück und das Centralkino in Lingen. Darüber hinaus gab es drei verschiedene Preisstufen für gewerbliche Kinos. Je 1250 Euro gingen an insgesamt 21 Spielstätten für die „Gestaltung einzelner hervorragender Filmsonderprogramme und Programmreihen“. Zu ihnen zählten das Filmtheater Universum in Bramsche, das Schauburg Filmtheater Quakenbrück sowie die Germania Lichtspiele Meppen und das Kino Papenburg, die mit dem Carolinenhof Kino in Aurich, dem Kinocenter in Leer und dem Apollo Kino in Norden zusammengehören.

Auch Hermann Thieken und Christian Saßnick durften sich freuen. Ihre Osnabrücker Kinos Cinema Arthouse und Filmtheater Hasetor waren unter den acht Preisträgern der Kategorie „hervorragendes Jahresfilmprogramm“ mit jeweils 2500 Euro. Die Hauptpreise mit je 3500 Euro gingen an das Schauburg-Kino in Bremen, das Scala Programmkino in Lüneburg sowie gemeinsam an die Hochhaus-Lichtspiele und das Kino am Raschplatz in Hannover.


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