Preis für Christoph Seidel Ehrungen des Landschaftsverbandes in Osnabrück

Von Dr. Stefan Lüddemann

Ehrungen beim Landschaftstag: Preisträger Christoph Seidel, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Bernd Busemann, Präsident des Niedersächsischen Landtags, Dieter Müller (stellvertretend für Kaspar Müller) und Patricia Mersinger (Fachbereich Kultur Osnabrück).Foto: Swaantje HehmannEhrungen beim Landschaftstag: Preisträger Christoph Seidel, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Bernd Busemann, Präsident des Niedersächsischen Landtags, Dieter Müller (stellvertretend für Kaspar Müller) und Patricia Mersinger (Fachbereich Kultur Osnabrück).Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Der Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. hat den Maler Christoph Seidel und den Heimatschützer Kaspar Müller ausgezeichnet.

Seine Bilder sind opulent, seine Redebeiträge bisweilen karg. „Dankeschön“: Mit diesem einen, in das Mikrofon gehauchten Wort bedankte sich der Maler Christoph Peter Seidel gestern für den Kunstpreis 2016 des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e.V.

In der Osnabrücker Lagerhalle, einem 1976 in einem ehemaligen Eisenwarenlager gegründeten soziokulturellen Zentrum, lobte Helen Koriath, Professorin für Kunstgeschichte an der Universität Osnabrück, das Werk Seidels als „plastischen Prozess im Umgang mit der Farbe“. Der an der Kunstakademie in Münster ausgebildete Seidel hat sich mit abstrakten Farblandschaften nachhaltig positioniert. Das gilt auch für seine Arbeit mit schwerstbehinderten Menschen. Seidel betreut den „Kunstcontainer“ der Heilpädagogischen Hilfe in Osnabrück-Sutthausen und arbeitet zugleich in seinem Atelier in einer Mühle in Hilter bei Osnabrück. Hier weiterlesen: „Sommerflimmern“ auf Kirchplatz Ostercappeln.

Denkmalschützer bewahrte alte Häuser

Die Auszeichnung 2016 des Landschaftsverbandes ging an Kaspar Müller. Der Architekt, Schulleiter und langjährige Vorsitzende des Heimatbundes Osnabrücker Land e.V. hatte sich maßgeblich für den Denkmalschutz eingesetzt. In den Sechziger- und Siebzigerjahren rettete Müller viele Fachwerkhäuser, die im Zuge von Stadtsanierungen und Straßenbauprojekten eigentlich abgerissen werden sollten. Laudator Alex Warner, Nachfolger Müllers als Vorsitzender des Heimatbundes, lobte Müllers Einsatz, der bedrohte Fachwerkhäuser abtragen und einlagern ließ. Wie sehr diese Initiative heutige Stadtbilder geprägt hat, kann in der Osnabrücker Innenstadt nachvollzogen werden. Das Fachwerkhaus eines Weinlokals und die Alte Fuhrhalterei, die das Figurentheater beherbergt, verdanken sich Müllers Rettungsaktionen. Die Gebäude standen zuvor in Bramsche und an einem anderen Platz in Osnabrück. Hier weiterlesen: Iburger Schlosskonzerte werden 40.

Lob für das Engagement

Bernd Busemann (CDU), Präsident des Niedersächsischen Landtages, lobte in seinem Grußwort zum Landschaftstag das Engagement der Landschaften als Kulturträger. Die Osnabrücker Landschaft habe mehrere Millionen Fördergelder eingeworben und für Kulturprojekte eingesetzt. Wolfgang Griesert (CDU), Osnabrücker Oberbürgermeister und Präsident des Landschaftsverbandes, verwies auf zwei hervorragende Projekte – auf das „Sommerflimmern“, die Kinovorführungen auf dem Land bieten, und die Tagung zum Thema „Reformation und Konfession im Fürstbistum Osnabrück 1500–1700“. Aus Anlass des 500. Jahrestages der Reformation 2017 sei eine Wanderausstellung zum Thema geplant. Griesert: „Wir fördern damit Qualität und regen zu vielfältigen Vernetzungen an.“ Hier weiterlesen: Kunst von Osnabrücker Studierenden auf der Iburg .