Berliner Ohrbooten begeistern Fairytale Festival: Stundenlang beste Musik in Osnabrück


Osnabrück. Eine wilde Mischung bietet nicht nur das Gesamtprogramm des diesjährigen Fairytale Festivals des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) im Schlossinnenhof, auch die Bands selbst hüpfen mit großem Vergnügen von einer musikalischen Richtung in die nächste.

Zehn Stunden Programm sowie ebenso viele Musikgruppen bieten von allem und für jeden etwas. Da wären zum Beispiel die Berliner Hip-Hoper von den Ohrbooten, die ihre oftmals zeitkritischen Texte über Luxus-Wohnraumsanierungen, digitale Wohngemeinschaften oder Menschen, die gegen alles sind, mit Anflügen von Reggae und Anklängen von orientalischem Liedgut unterlegen. Als Hauptact des Abends haben die vier Jungs keinerlei Probleme, die über 1000 Menschen, die sich auch um 23 Uhr noch im Schlossinnenhof befunden haben dürften, zum feiern, tanzen und mitsingen zu bewegen.

Mehr als ein Geheimtipp

Ebenfalls mehr als ein Geheimtipp ist auch der Singer-Songwriter Tim Vantol aus den Niederlanden, der ab 22 Uhr auf der kleineren der beiden Bühnen dem Publikum einheizt. Country- und Folk-Elemente sind in diesem Genre nicht unbedingt die Ausnahme, dass aber immer wieder Vantols Wurzeln im Punk aus seiner Musik durchklingen, macht sie spannend und abwechslungsreich. Mit Themen wie den Tücken das Lebens und sehr starker Reibeisenstimme hat auch der Niederländer das Publikum schnell auf seiner Seite.

Das feiert davor noch mit der Oldenburger Formation Skalinka. Mit großer Bläserabteilung, starker Frontfrau, Ausflügen in die Welt des Klezmer und treibendem Bass erinnert die neunköpfige Gruppe gelegentlich an die Leningrad Cowboys, schafft es aber auch immer wieder, eine ganz eigene und hörenswerte Mischung auf die Bühne zu bringen.

Begeisterung beim Publikum

Im Laufe des Nachmittags und des frühen Abends sorgten zudem die Kapelle Petra, Ego vs. Emo, S.H.O.T., Wucan, die Osnabrücker Band Psaikorillaz, Lucas Newman sowie die OGC Big Band für Hörgenusse unterschiedlichster Facetten und für Begeisterung beim Publikum. Nicht nur für Lukas Özlem Etdöger und Lukas Diekmann vom Organisationsteam war der Tag unter dem Motto „Umsonst und Draußen“ ein voller Erfolg – der auch im Schlossinnenhof noch lange nicht endete.

Die Afterparty im EW-Gebäude ging im Anschluss noch lange weiter und am zweiten Tag sorgt das Woanders Festival, wieder im Schlossinnenhof, mit verschiedenen DJ-Größen dafür, dass Menschen schon nachmittags für den guten Zweck tanzen. Der Eintritt geht als Spende an das Osnabrücker Hospiz.


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