Bewusstlos in Wohnung gefunden Ehemaliger Trio-Schlagzeuger Peter Behrens im Koma


Wilhelmshaven. Peter Behrens, der ehemalige Schlagzeuger der Großenkneter Band Trio („Da Da Da“), liegt im künstlichen Koma. Seine Tochter sagte gegenüber der Bild-Zeitung, dass er bereits am vergangenen Donnerstag in ein Wilhelmshavener Krankenhaus gebracht worden sei.

„Wir sind alle total erschüttert und hoffen, dass es ihm bald besser geht“, sagt Melanie Otten, Behrens-Vertraute aus Emstekerfeld (Kreis Cloppenburg), gegenüber der Neuen Westfälischen Zeitung. Sie hatte den Musiker kürzlich noch vor einem Auftritt in Tungeln (Kreis Oldenburg) getroffen. „Er sah gut aus, hatte Freude an seinen Auftritten. Es gab überhaupt keine Anzeichen dafür, dass es ihm schlecht gehen könnte“, sagt die 43-jährige Otten, die Peter Behrens seit Jahrzehnten kennt. (Weiterlesen: Behrens trauert um Bandkollegen Kralle Krawinkel)

Tochter benachrichtigt Polizei

Offenbar war es der Musiker und Produzent Eckhard Schrader, der am Himmelfahrtstag Verdacht schöpfte, als er Peter Behrens vor einem gemeinsamen Aufritt in Uslar telefonisch nicht erreichen konnte. „Er hat bei Peters Tochter Morlin Rose nachgehakt“, sagt Melanie Otten. Die Tochter veranlasste, dass die Polizei in Peter Behrens‘ Wilhelmshavener Wohnung vorbeischaute. Drinnen lag der Musiker bewusstlos. Er leidet an einem Nierenversagen und einer Blutvergiftung, sagte die Tochter. (Weiterlesen: Kralle Krawinkel gestorben)

Sozialer Abstieg

Peter Behrens, der in den 1980er Jahren mit Trio-Hits weltberühmt wurde, hatte über viele Jahre mit dem sozialen Abstieg zu kämpfen. Zwischenzeitlich litt er unter anderem an Alkoholsucht, wie er in seiner Biografie „Der Clown mit der Trommel“ einräumt. Zuletzt ging es Behrens besser, mit Eckhard Schrader trat er bei kleineren Veranstaltungen auch im Nordwesten auf. Weitere Termine, etwa am 17. Juni in Wiefelstede (Kreis Ammerland), sind bis auf Weiteres abgesagt.


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