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The First Avenger: Civil War im Kino Captain America 3: 5 Gründe, warum man Civil War sehen muss

Von Manuela Kanies


Osnabrück. Sie wissen nicht, was es mit dem Superheldenfilm The First Avenger: Civil War auf sich hat? Wir nennen Ihnen fünf Gründe, warum Sie den Film sehen müssen.

Mehr Superhelden, mehr Action

Wenn die „Avengers“ aufräumen, kracht es gewaltig. Zuletzt in „Avengers 2: Age of Ultron“, dort wurde sogar eine russische Kleinstadt dem Erdboden gleichgemacht. Auch in „The First Avenger: Civil War“ gibt es ausreichend Action: Nicht nur Captain America (Chris Evans) und Iron Man (Robert Downey Jr.) verbeulen sich die Superheldenoutfits, auch Vision (Paul Bettany), War Machine (Don Cheadle), Black Widow (Scarlett Johansson), Spider-Man (Tom Holland), Winter Soldier (Sebastian Stan), Scarlet Witch (Elizabeth Olsen), Agent 13 (Emily VanCamp), Falcon (Anthony Mackie), Hawkeye (Jeremy Renner), Ant-Man (Paul Rudd) und Black Panther (Chadwick Boseman) treten gegeneinander an. (Weiterlesen: Was passierte nochmal in „Avengers 2: Age of Ultron“?)

Das ist bislang einmalig im Marvel-Film-Universum: Superhelden, die sich gegenseitig bekämpfen. Das Prinzip hat zwar bereits der Film „Batman vs. Superman“ mit Ben Affleck und Henry Cavill thematisiert, „Civil War“ ist aber viel überzeugender. Warum, lesen Sie in unserer ehrlichen Kritik zum dritten Solo-Film von Captain America.  

Düstere Momente vs. Witz

Und damit verleiht Marvel seiner Heldengeschichte wie in der legendären Comicvorlage von Mark Millar und Steve McNiven eine neue Wendung: Superhelden, die sich über die Frage nach persönlicher Freiheit und staatlicher Regulierung entzweien und nicht länger zusammen kämpfen. Bereits in den anderen Comicverfilmungen haben die Drehbuchautoren gezeigt, dass es möglich ist, das glänzende, glatte Superheldenimage abzustreifen.

Iron Man ist ein arroganter Misanthrop, Captain America gebeutelt von der Vergangenheit, Gott Thor selbstgerecht und dennoch voller Selbstzweifel. An die Düsternis von Christopher Nolans Batman-Trilogie kommen die Filme zwar nicht ran, aber die Regisseure Anthony und Joe Russo von „Captain America 2“ und „Civil War“ bringen nachdenkliche und tragische Töne in die Geschichte, ohne an Leichtigkeit und Witz zu verlieren. (Weiterlesen:Paul Bettany im Interview über seine Gage für Vision und die Zusammenarbeit mit den Russo-Brüdern.)

Neue Superhelden braucht das Land

Daran sind maßgeblich Spider-Man und Ant-Man beteiligt. Zum ersten Mal wirkt ein Spider-Man, wie er in den Comics ist: als jugendliche Quasselstrippe mit Superkräften. Schauspieler Tom Holland bringt den Fans den unbeschwerten Spider-Man, den die vorherigen Filme mit Tobey Maguire und Andrew Garfield vermissen ließen. (Weiterlesen: Welche Rolle spielt Spider-Man in „Civil War“?)

Und Ant-Man wird seiner Rolle als Antiheld erneut gerecht: Um keinen Spruch verlegen, steuert auch der kleinste der Superhelden humorvolle Momente im Kampfgetümmel bei. (Lesen Sie dazu auch unsere Kritik zum Film „Ant-Man“.)

Wer ist Black Panther?

Neu dabei ist auch Black Panther (Chadwick Boseman). Sein richtiger Name ist T’Challa, er tritt für sein afrikanisches Heimatland Wakanda ein. 2017 bekommt Black Panther einen eigenen Film und ist damit der erste afroamerikanische Superheld, der einen Solo-Film im Marvel-Film-Universum (Marvel Cinematic Universe; kurz: MCU) erhält.

Davon abgesehen ist er ein cooler Typ in schwarzer Rüstung mit speziellen Kampftechniken und außergewöhnlicher Schnelligkeit. Kurz gesagt: „Civil War“ darf man nicht verpassen, wenn man neue Superhelden von Marvel in Aktion sehen will. Denn sie werden das MCU, das mit „Civil War“ in Phase 3 eintritt, in den nächsten Filmen verändern.

Der düstere Antiheld

„Captain America 2: The Winter Soldier“ (Deutscher Titel: „The Return Of The First Avenger“) war anders, persönlicher: Zwar kämpfte der Captain gegen die böse Supermacht Hydra, doch der Hauptkonflikt spielte sich zwischen Steve Rogers und seinem totgeglaubten Freund Bucky Barnes ab. (Lesen Sie dazu auch unsere Kritik zu „The Return Of The First Avenger“.)

Von Hydra zum Auftragsmörder Winter Soldier ausgebildet, misshandelt, gebrochen, stellte Bucky den bislang komplexesten Antihelden dar (neben Thors zwielichtigem Bruder Loki). Der Konflikt zwischen ihm und dem Captain geht in „Civil War“ weiter: Wir erfahren, was mit dem Winter Soldier inzwischen geschehen ist und erleben einen zwiegespaltenen Charakter, der weit vom Glanz seiner Superheldenkollegen entfernt ist. (Weiterlesen: Unsere Kritik zu „Thor 2: The Dark Kingdom“)

Und der Freunde entzweit: Auf die Frage von Iron Man, warum Captain America ihn bekämpft, antwortet der Captain: „Weil Bucky mein Freund ist.“ Iron Mans Antwort: „Das waren wir auch“, fasst den Hauptkonflikt in „Civil War“ zusammen. Klar geht es um politische Machtspiele und um Freiheit, aber vor allem um Loyalität und darum, wie viel eine Freundschaft aushält. Die Superhelden im Kino retten die Menschheit, aber eigentlich kämpfen sie nur mit den gleichen Problemen wie die Menschen, die ihre Taten bestaunen. Nie waren unsere Superhelden menschlicher. (Marvel-Wissen: Was passiert in „Avengers 3: Infinity War“?)


Wissenswertes über das Marvel-Film-Universum

Was sind die Avengers?

So wird die Superheldengruppe genannt, auf Deutsch „Rächer“. Basierend auf den Comics des Verlags Marvel haben Disney und die Marvel Studios bereits zwei Filme zu den Avengers realisiert. Im ersten Teil „Marvel’s Avengers“ traten Iron Man, Captain America, der Hulk, Thor, Black Widow und Hawkeye gegen Thors Bruder Loki an, der die Erde mithilfe von Außerirdischen erobern wollte.

Im zweiten Teil gesellten sich neue Superhelden zur Truppe, Falcon, Scarlet Witch, Vision und War Machine.

Dazu gibt es einzelne Filme zu den Superhelden wie Captain America, Iron Man und Thor. Zusammen bilden die Filme das Marvel-Cinematic-Universe (MCU; Marvel-Film-Universum). Mit „Captain America 3: Civil War“ (Originaltitel: The First Avenger: Civil War) beginnt Phase 3 des MCU. Alle Planungen dazu haben wir in einem Überblick zusammengefasst: Welche Filme gibt es bereits, welche sind noch geplant?

Wie erfolgreich waren die bisherigen Filme?

Mit dem dritten Film zu Captain America wird Phase 3 der Marvel Studios und Disney eingeleitet. Die vorherigen zwölf Filme waren unterschiedlich erfolgreich: An allen vorbeigezogen ist als Überraschungshit „Marvel’s Avengers“, die erste Heldenzusammenkunft von Regisseur Joss Whedon. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 1,5 Milliarden Dollar ist „Avengers“ die Nummer 5 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten.

„Avengers 2: Age of Ultron“ belegt mit 1,4 Milliarden Dollar Platz 7 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Auf Platz 10 steht derzeit „Iron Man 3“ mit 1,2 Milliarden Dollar.

„Guardians Of The Galaxy“ spielte 773,3 Millionen Dollar ein, „The Return Of The First Avenger“ 714,4 Millionen Dollar, „Thor 2: The Dark Kingdom“ 644,6 Millionen Dollar, „Iron Man 2“ 623,9 Millionen Dollar, „Iron Man“ 585,2 Millionen Dollar, „Ant-Man“ 519,4 Millionen Dollar, „Thor“ 449,3 Millionen Dollar, „Captain America: The First Avenger“ 370,6 Millionen Dollar und „Der unglaubliche Hulk“ 263,4 Millionen Dollar.

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