EMAF Osnabrück: Preise Hauptpreis für Medienkunst an Kabir Mehta

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Den mit 3000 dotierten EMAF-Hauptpreis nahm Kabir Meta (Mitte) entgegen. Foto: Egmont SeilerDen mit 3000 dotierten EMAF-Hauptpreis nahm Kabir Meta (Mitte) entgegen. Foto: Egmont Seiler

cby Osnabrück. Preisverleihung des 29. European Media Art Festivals (EMAF) am Samstagabend in der Osnabrücker Lagerhalle.

Keine leichte Aufgabe für die beiden Jurys des diesjährigen European Media Art Festivals (EMAF). Aus insgesamt 200 Beiträgen zum Thema „The Future of Visions“ galt es drei Preisträger auszuwählen. Samstagabend wurden diese in der Lagerhalle bekannt gegeben.

Einen Tag früher als in den Vorjahren fand die Preisverleihung des 29. European Media Art Festivals (EMAF) statt. „Erwarten Sie keine aufwendigen Abendkleider und Champagner“ ließ Moderatorin Katharina Lohmeyer zu Beginn ganz unprätentiös wissen. Stattdessen stünden die Urteile der Jurys im Mittelpunkt, die sich große Mühe bei der Auswahl gegeben hätten.

Dass es angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen innovativer künstlerischer Visionen bedarf, unterstrich in seinem Grußwort der Vorsitzende des städtischen Kulturausschusses Sebastian Brake. Innovative Perspektivenvielfalt bot der knapp fünfminütige Filmbeitrag „Woman without Mandolin“ von Fabian Mixo (DE), für welchen dieser den mit 1000 Euro dotierten EMAF-Medienkunstpreis der deutschen Filmkritik erhielt. Sprachlos, dankbar und überrascht sei er, betonte Mixo, der live aus Rio de Janeiro auf Großbildleinwand zugeschaltet war und dessen filmisches Porträt einer Frau Montagetechniken im Stil des Kubismus nutzte.

Dialogpreis des Auswärtigen Amtes

Der mit 2000 Euro dotierte Dialogpreis des Auswärtigen Amtes wurde Randa Maroufi (FR) für ihren filmischen Beitrag „Le Park“ verliehen. Mit langsamen Kamerafahrten setzt die Künstlerin darin Jugendliche auf einem maroden Parkgelände in Casablanca in Szene. Diese verharren in der Bewegung und, so das Urteil der Jury, ermöglichen dem Beobachter verschiedene Interpretationen und fordern dadurch zum Dialog auf. Lobende Erwähnung fand Emmanuel Trousses eindringlicher Beitrag „Sièrenes/Short Walk“, in welchem Menschen hintereinander ins Meer schreiten und auf unerklärliche Weise dort verschwinden.

Richtungsweisende Medienkunst

Den mit 3000 dotierten EMAF-Hauptpreis für eine richtungsweisende Arbeit der Medienkunst gewann Kabir Mehta (IN) für seinen Film „Sadhu in Bombay“. Mehta lässt darin einen indischen Taxifahrer von seinem verstörend wirkenden Arbeitsalltag berichten. Was im Film real und was Inszenierung ist, bleibt offen.


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