Was ist am 21. April wichtig? EMAF 2016 in Osnabrück: Start der Retrospektive


Osnabrück. Erster voller Tag für das European Media Art Festival (EMAF) 2016 in Osnabrück. Was ist am 21. April wichtig? Zum Beispiel die Filmretrospektive.

Die Retrospektive für den 1955 in Osnabrück geborenen Experimentalfilmer Klaus Telscher startet am Donnerstag, 21. April, um 14.30 Uhr in der Lagerhalle mit Filmen wie „Entwicklungsstücke“ und „Aus der alten Welt“. Ab 16.30 Uhr und 18 Uhr laufen in der Lagerhalle weitere 16-mm-Filme Telschers, dessen durch unorthodoxe Erzählweisen und eigenwillige Musikeinblendungen gekennzeichnete Filme eine Wiederentdeckung lohnen. Zum 60. Geburtstag des Filmemachers 2015 hat das EMAF, das Telschers Filme digitalisiert hat, gemeinsam mit anderen Partnern eine DVD mit dem Gesamtwerk des Filmemachers herausgebracht. Die DVD ist auf dem Festival erhältlich. Hier weiterlesen: Was bietet die Ausstellung des EMAF? Die Rezension.

Mit Musik für Orgel und Synthesizer von John Kameel startet um 20 Uhr in der Bergkirche das Performanceprogramm. Kameel wird dabei Orgelklänge durch einen Computer filtern lassen. Bei Einbruch der Dunkelheit sind zum ersten Mal Projektionen von Arbeiten aus dem Media Campus auf dem Rathausmarkt zu sehen. An drei Abenden zwischen dem 21. und 23. April 2016 werden die Projektionen auf das Osnabrücker historische Rathaus geworfen. Der Start ist für 21 Uhr vorgesehen. Hier weiterlesen: Was ist neu im EMAF-Programm 2016?

Schon um 14 Uhr starten am 21. April 2016 die ersten Talkformate. Sie betreffen die 360-Grad-Projektionen in Virtual Reality in den Kellergewölben der Kunsthalle Osnabrück. VR-Videos sind aus Computerspielen bekannt. Können sie aber auch zum Medium für künstlerische Bilder avancieren? Das EMAF startet in diesem Jahr den Erkundungszug. Um 14 Uhr referiert Myrna Brinkmann von SpiceVR in Hamburg in der Kunsthalle zu einem Film über das Thema Flucht, ab 15 Uhr folgt der Talk mit Rotraut Pape, Thomas Bannier und Nikolas Gebbe von der Hochschule für Gestaltung Offenbach über neue Optionen der VR-Projektion. Hier weiterlesen: No Future? Ein Essay zum EMAF-Thema Zukunft.

Mit dem Loop Kino startet das Medienkunstfestival eines seiner neuen Format um 12 Uhr im Zimmertheater in der Lohstr. 45 in Osnabrück. Mit „Traceroute“ steht ein Film über einen ungewöhnlichen Trip quer durch die USA auf dem Programm. Der Künstler Johannes Grenzfurthner macht sich auf den Weg an die Westküste Amerikas.

Der Film repräsentiert nach den Angaben der Programmmacher „eine atemberaubende Tour-de-Farce in die Eingeweide des kognitiven Kapitalismus“. Wenn das kein Versprechen ist. Der Film wird im Loop um 14 und 16 Uhr jeweils wieder gestartet. Viel Vergnügen im Black Cube des Osnabrücker Zimmertheaters.

Information:www.emaf.de


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