Buch über Lebensende und Liebe Neuer Martin Walser-Roman: „Ein sterbender Mann“


Osnabrück. Martin Walsers neuer Roman „Ein sterbender Mann“ handelt von der Endlichkeit und neu gewonnener Lebenslust. Das Buch ist hinreißend geschrieben und dennoch nicht wirklich gelungen.

Schreibt jetzt auch Martin Walser „vonne Endlichkait“? Sein neuer Roman trägt den Titel „Ein sterbender Mann“. Ganz so final, wie jener Blick, den Günter Grass in seinem im August 2015 erschienenen Abschiedsbuch „Vonne Endlichkait“ auf sein

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Die letzten Bücher großer Autoren

Martin Walser nennt seinen neuen Roman „Ein sterbender Mann“. Der Romancier spielt damit auf die letzten Dinge des Lebens an. Sein neues Buch steht damit in einem aktuellen Trend. Mit Günter Grass und Siegfried Lenz haben zuletzt zwei andere große deutsche Autoren in ihren bislang jeweils letzten Veröffentlichungen das Thema des Lebensendes literarisch gestaltet. „Vonne Endlichkait“ nannte der am 13. April 2015 verstorbene Literaturnobelpreisträger Günter Grass seine im August 2015 erschienene Sammlung von autobiographischen Texten, Erinnerungen und Gedichten. Grass blickte in diesem, mit eigenen Zeichnungen versehenen Band auf seine eigenen künstlerischen Anfänge, auf Begegnungen und Stationen seiner Karriere zurück. Sehr persönliche Worte widmete er seiner Frau Ute und nahen Freunden. „Nu hat sech jenuch jehabt./Nu is futsch und vorbai“: Für die lakonischen Verse in dem titelgebenden Gedicht „Vonne Endlichkait“ griff Grass auf den Dialekt seiner Heimtstadt Danzig, dem heutigen polnischen Gedansk zurück.

Ganz anders, weil viel zurückhaltender im Ton fiel die Erzählung „Das Wettangeln“ des am 7. Oktober 2014 verstorbenen Siegfried Lenz aus. Die im September 2015 posthum erschienene kleine Erzählung berichtet in scheinbar beiläufigem Ton von einem Wettangeln in einem fiktiven Ostseehafen. Der sportliche Wettbewerb ist dabei nebensächlich. Lenz erzählt verhalten wie in seinem Bestseller „Schweigeminute“ von einer aufkeimenden Liebe. Das Büchlein ist mit der faksimilierten handschriftlichen Widmung „Für meine Ulla, 22.3.2014“ versehen. Das „Wettangeln“ wird allerdings nicht das letzte Buch von Lenz gewesen sein. 2016 erscheint noch „Der Überläufer“, ein bislang nicht publizierter Roman aus dem Jahr 1951. lü

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