Leihgabe an Remarque-Zentrum Bilder zu „Im Westen nichts Neues“ für Osnabrück

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Osnabrück. Peter Eickmeyers Graphic-Novel zu „Im Westen nichts Neues“ geht als Dauerleihgabe an das Osnabrücker Remarque-Zentrum. Die Sparkassenstiftung finanziert den Ankauf.

So schnell geht das. Vor kurzem war Peter Eickmeyer aus Melle noch Newcomer in der Szene der Graphic Novel-Gestalter. Jetzt ist sein Erstling, die Graphic Novel zu Erich Maria Remarques Antikriegsklassiker „Im Westen nichts Neues“, von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung sowie den Sparkassen in Osnabrück und Melle angekauft worden. Die Sparkassen gaben das Bilderkonvolut jetzt als Dauerleihgabe an das Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum in Osnabrück. „Ich darf meine eigenen Bilder jetzt nur noch mit Handschuhen anfassen. Sie sind ja jetzt musealisiert“, sagt Eickmeyer mit einem Lächeln. (Hier weiterlesen: Die Graphic Novel zu „Im Westen nichts Neues“ im Remarque-Zentrum) .

Sparkassenstiftung und Sparkassen haben nach den Worten von Sabine Schormann, Direktorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Hannover, das Bilderkonvolut für 60000 Euro erworben. Faksimiles, also originalgetreue Reproduktionen für Ausstellungen und Schulprojekte sowie die Erstellung didaktischer Materialien werden mit weiteren 8000 Euro gefördert. Die Graphic Novel von Peter Eickmeyer sei innerhalb kürzester Zeit in das kulturelle Gedächtnis eingegangen, sagte Thomas Schneider, Leiter des Remarque-Zentrums. „Sie haben für die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg Maßstäbe gesetzt“, richtete sich Schneider an Eickmeyer, der das Projekt gemeinsam mit seiner Frau Gaby von Borstel realisiert hatte. Nach Schneiders Angaben verfügt das Remarque-Zentrum jetzt über 80 sogenannte „Hintergrundbilder“ im Format von 50 mal 70 Zentimetern sowie weitere 80 Szenenbilder, weiteren Skizzen und Proofs der Graphic Novel. (Hier weiterlesen: „Im Westen nichts Neues“ - Geschichte einer kontroversen Wirkung) .

Diese Bilder sollen nicht nur ausgestellt, sondern auch in Schulen eingesetzt werden. Reproduktionen der Bilder mit Szenen aus dem Roman dienen dazu ebenso wie Unterrichtsmaterialien. „Möglichst viele Schülerinnen und Schüler sollen sich mit diesem Thema auseinandersetzen“, sagte Sabine Schormann. Nach ihren Worten sind die Bilder Eickmeyers mehr als eine Illustration des Romans. „Es ist wichtig, dass diese Bilder jetzt zusammenbleiben“, sagte Lioba Meyer, Vorsitzende der Erich-Maria-Remarque-Gesellschaft. Sie habe dieses Projekt in Gesprächen mit Peter Eickmeyer von Anfang an unterstützt. Es sei wichtig gewesen, die Originale der Graphic Novel für Osnabrück zu sichern. (Hier weiterlesen: Rilkes „Cornet“ - Millionenseller für den Weltkriegstornister).

Der Ankauf der Bilder soll übrigens die Buchpublikationen nicht behindern. Die Graphic Novel wird weiter im Bielefelder Splitter-Verlag erscheinen . Die Rechte seien entsprechend geklärt, sagten Schormann und Eickmeyer übereinstimmend. Der Künstler will sich übrigens nicht mit dem Remarque-Projekt zufriedengeben. Jetzt soll mit dem 1668 erschienenen „Simplicius Simplicissimus“ ein Antikriegsroman des Barock zur Graphic Novel werden. Autor Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen hatte in dem Roman die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges geschildert. „Ausstellungspremiere wird 2017 im Remarque-Zentrum sein“, versprach Eickmeyer. Inzwischen sind seine Bilder zu „Im Westen nichts Neues“ bis zum 22. Februar 2016 im Bielefelder Stadtarchiv zu sehen. Weitere Präsentationen sind geplant. (Hier weiterlesen: „Im Westen nichts Neues“ - das ganze Manuskript im Remarque-Zentrum) .


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