„Einfühlung und Abstraktion“ Bielefeld zeigt Kunst von Frauen der Moderne

Von Dr. Stefan Lüddemann

Starke Figur der Moderne: Jeanne Mammens Gemälde „Schwester im Atelier“,  1913. Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur. © VG Bild-Kunst,Bonn 2015, © Foto: Kai-Annett BeckerStarke Figur der Moderne: Jeanne Mammens Gemälde „Schwester im Atelier“, 1913. Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur. © VG Bild-Kunst,Bonn 2015, © Foto: Kai-Annett Becker

Bielefeld. Unter dem Titel „Einfühlung und Abstraktion“ zeigt die Kunsthalle Bielefeld Kunst von Frauen. Ihr Beitrag zur Kunst der Moderne soll neu in den Blickpunkt gerückt werden.

Die Kunsthalle Bielefeld bricht eine Lanze für die Kunst von Frauen. Unter dem Titel „Einfühlung und Abstraktion“ zeigt das Museum ab dem 31. Oktober 2015 unter dem Titel „Einfühlung und Abstraktion. Die Moderne der Frauen in Deutschland“ Kunst von Frauen. Die Ausstellung präsentiert malerische Werke von Künstlerinnen seit Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre und führt in ausgewählten Positionen bis zur Malerei der Gegenwart. Das Panorama versteht sich als Hinweis auf den laut Mitteilung des Museums immer noch unterschätzten Beitrag von Künstlerinnen zur Kunst der Moderne und der Gegenwart. (Hier weiterlesen: Niklas Luhmanns Zettelkasten in der Kunsthalle Bielefeld) .

Auf der Namensliste der Ausstellung finden sich berühmte Namen wie Käthe Kollwitz und Paula Modersohn-Becker über Gabriele Münter zu Ida Kerkovius, Hannah Höch, Meret Oppenheim. Daneben sollen Künstlerinnen neu entdeckt werden, deren Werk in Vergessenheit geraten ist. Hier nennen die Kuratorinnen Jutta Hülsewig-Johnen und Henrike Mund unter anderen Dorothea Maetzel-Johannsen, Dodo (Dörte Clara Wolff) und Maria Caspar-Filser. Der Ausstellungsteil mit Kunst der Gegenwart wird sich besonders auf die Werke von Malerinnen beziehen. Dabei stehen Maria Lassnig, Leiko Ikemura und Karin Kneffel im Vordergrund. (Hier weiterlesen: Kunsthalle Bielefeld zeigt Sophie Taeuber-Arp) .

Nach Meinung der Ausstellungskuratorinnen haben feministische Künstlerinnen eher auf andere Medien wie Installtion und Video zurückgegriffen, um „dem männlich dominierten Kunstbetrieb entgegenzutreten“. Die Ausstellung solle jedoch belegen, dass auch Malerinnen einen „bemerkenswerten Beitrag zur Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ geleistet hätten.

Info:www.kunsthalle-Bielefeld.de


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