Erfolg mit Impressionisten Frankreich ehrt Wuppertaler Museumsdirektor Finckh

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Auszeichnung in Wuppertal: Botschafter Philippe Etienne (rechts) zeichnete Museumsdirektor mit dem Kulturorden Chevalier des Arts et des Lettres aus. Foto: Antje Zeis-LoiAuszeichnung in Wuppertal: Botschafter Philippe Etienne (rechts) zeichnete Museumsdirektor mit dem Kulturorden Chevalier des Arts et des Lettres aus. Foto: Antje Zeis-Loi

Wuppertal. Gerhard Finckh ist mit einem hohen Kulturorden ausgezeichnet worden. Frankreich würdigt damit Finckhs Impressionisten-Ausstellungen im Wuppertaler Von-der-Heydt-Museum.

Gerhard Finckh darf sich jetzt „Chevalier des Arts et de Lettres“ nennen. Zur Eröffnung der Ausstellung „Weltkunst. Von Buddha bis Picasso. Die Sammlung Eduard von der Heydt“ zeichnete Philippe Etienne, französischer Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Berlin, den Museumsleiter am 26. September 2015 mit dem hohen Kulturorden aus. „Diese Auszeichnung erhält er für seine Großzügigkeit, seine Unnachgiebigkeit und seine Leidenschaft, die sein Engagement für die Kunst bestimmen. Ganz besonders ist hierbei seine Liebe zur französischen Malerei hervorzuheben“, sagte Etienne. Finckh verstehe es, der Kultur Frankreichs in Deutschland „zu einzigartiger Sichtbarkeit zu verhelfen“, sagte Etienne weiter. Der Orden „Des Arts et des Lettres“ wird vom französischen Kulturministerium verliehen. Neben Finckh gehören Tanzlegende Pina Bausch und Bildhauer Tony Cragg, beide wirkten beziehungsweise wirken in Wuppertal, zu den Kulturschaffenden, die diesen Orden erhalten haben. (Hier weiterlesen: Eduard von der Heydt - Bankier, Kunstsammler, Lebensreformer) .

Gerhard Finckh wird mit dieser Auszeichnung vor allem für seine viel beachteten Ausstellungen mit der Kunst des französischen Impressionismus geehrt. Neben Präsentationen mit Werken von Pierre-Auguste Renoir, Alfred Sisley und Camille Pissarro sorgte vor allem die Ausstellung zu Claude Monet 2008 für Aufsehen. Finckh präsentierte die erste deutsche monographische Retrospektive zu dem Erfinder des Impressionismus in einer Kooperation mit dem Musée Marmottan Monet in Paris.. Rund 300000 Besucher sorgten für einen überwältigenden Publikumserfolg. (Hier weiterlesen: Blick hinter die Kulissen - wie in Wuppertal eine Impressionisten-Schau entsteht) .

Wie Kunstausstellungen politische Botschaften vermitteln und Völker verbinden können, führte Gerhard Finckh allerdings auch mit der Ausstellung „Menschenschlachthaus - Der Erste Weltkrieg in der französischen und deutschen Kunst“ 2014 vor. Zum hundertsten Jahrestag des Ausbruches des Ersten Weltkrieges trug der Kurator Kunst aus Deutschland und Frankreich zum Thema des Ersten Weltkrieges zusammen. Die gründlich recherchierte und menschlich bewegende Präsentation wurde im Zuge einer deutsch-französischen Kooperation auch in Reims gezeigt. Im Ersten Weltkrieg hatten deutsche Truppen die nordfranzösische Stadt beschossen und damit auch die Kathedrale schwer beschädigt. Als Krönungskirche der Könige Frankreichs ist das Gotteshaus auch nationales Symbol. (Hier weiterlesen: Die Wuppertaler zum Ersten Weltkrieg) .

Gerhard Finckh leitet seit 2006 das Wuppertaler Von-der-Heydt-Museum und hat es in dieser Zeit zu einer viel beachteten Ausstellungsstätte gemacht. Zuvor leitete Finckh das Museum Morsbroich in Leverkusen und fungierte als Ausstellungskurator am Museum Folkwang in Essen. 1987 begann er seine Museumskarriere als Leiter der Kunsthalle Emden. Der Kunst Frankreichs bleibt Finckh treu. Für 2016 ist eine Schau mit Kunstwerken von Edgar Degas und Auguste Rodin geplant. (Hier weiterlesen: Claude Monet in Wuppertal) .


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