Marvel‘s Fantastic Flop Fantastic Four 2? Reboot? X-Men-Crossover?

Von Daniel Benedict


Berlin. „Fantastic Four“: Josh Tranks Marvel-Verfilmung floppt auch in Deutschland. Was macht das Studio mit den Marvel-Helden? Reboot? Teil 2? X-Men-Crossover?

Am Wochenende ist der Comic-Film „Fantastic Four“ auch in Deutschland angelaufen. An der Kinokasse merkt man es kaum. Mit 65.000 Besuchern und einem Umsatz von 520000 Euro liegt der gescheiterte Blockbuster knapp vor „Barbie – eine Prinzessin im Rockstar-Camp“ (50000 Zuschauer). In den Kinocharts schafft die Verfilmung des Comic-Klassikers es auf Rang 2. „Mission Impossible“ (245000 Zuschauer) und die „Minions“ (235000) konnte der Neustart nicht gefährden – und das obwohl die „Minions“ schon seit Anfang Juli zu sehen sind. (Endlich ein Marvel-Flop: Zum Kommentar.)

Damit setzt sich der Untergang der Marvel-Verfilung nach dem verheerenden US-Start auch auf dem deutschen Markt fort. Viele Fans werden „Fantastic Four“ mit dem Gefühl gesehen zu haben, einen spektakulären Flop zu besichtigen – oder gleich zuhause geblieben sein. Nachdem Regisseur Josh Trank sich via Twitter von seinem Werk distanziert hatte, waren die Marvel-Helden am heimischen Markt durchgefallen – beim Publikum wie bei der Kritik. (Wie schlimm ist es wirklich? Zur Kritik von „Fantastic Four“.)

Nur acht Prozent der Kritiken, die der Online-Dienst „rottentomatoes.com“ auswertet, waren positiv. Gegenüber den Marktforschern von Cinemascore gaben Fans dem Film ein „C-“ – laut „Hollywood Reporter“ die schlechteste Note, die je ein Comic-Film der großen Studios kassierte.

Das Budget des Films wird auf über 100 Millionen Dollar geschätzt. Der „Hollywood Reporter“ mutmaßt, dass 20th Century Fox 60 Millionen Dollar Verlust machen könnte. Trotzdem bekennt das Studio sich zu den „Fantastic Four“. Als Möglichkeit für einen neuen Film stehen Crossovers mit dem „X-Men“ ebenso im Raum wie ein zweiter Teil, die Neuverfilmung oder ein Verkauf der Rechte an die Marvel-Studios, so das Fachblatt.