Ein Bild von Dr. Stefan Lüddemann
07.08.2015, 20:00 Uhr ZUM WELTKATZENTAG

Tierischer Meinungsstreit: Katzenfans gegen Hundefreunde?

Kommentar von Dr. Stefan Lüddemann

Katzenliebhaberin: Musikerin Stefanie Härtel. Foto:  imago/Markus GötzfriedKatzenliebhaberin: Musikerin Stefanie Härtel. Foto: imago/Markus Götzfried

Osnabrück. Für die Katze, gegen den Hund? Wenn Menschen Tiere qualifizieren, meinen sie meist sich selbst. Ein Kommentar zum Streit um Tierliebe.

Die Katze spaltet. Sie hat ihre glühenden Verehrer ebenso wie ihre Verächter. Bei Hunden sieht es übrigens kaum besser aus. Hunde-Fans loben die Anhänglichkeit der Vierbeiner, Hunde-Hasser regen sich über deren Abhängigkeit von den Menschen auf. Meinungen über Tiere führen schnell zum Streit.

Warum ist das so? Weil wir Menschen letztendlich über uns selbst sprechen, wenn wir Tiere qualifizieren. Wir loben oder tadeln an Tieren, was wir an Menschen mögen oder nicht mögen. Zuweilen meinen wir mit dem auf das Tier gemünzten Votum auch ganz einfach uns selbst. Katzenfan, Hundefreund oder Pferdeliebhaber zu sein kann deshalb eine zweischneidige Sache sein. Das Votum für das eine Tier umfasst meist die heftige Ablehnung aller anderen.

Ein Gutes hat die Liebe zu den Katzen allerdings ganz sicher. Katzen lehren uns, dass andere Lebewesen nach ihrem eigenen Rhythmus funktionieren. Diese kleine Alltagsweisheit zu beachten führt auch im Umgang der Menschen untereinander weiter.


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