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24.07.2015, 12:15 Uhr KOLUMNE

Plädoyer für das Lesezeichen!

Von Elke Schröder


So vielfältig wie die Bücher im Schrank können Lesezeichen sein – von bunten Lesebändchen bis kunstvoll gestalteten Lesezeichen mit Meerjungfrau, wie hier von der griechischen Schmuckdesignerin Chara Theodorakis, Rethymnon. Foto: Elke SchröderSo vielfältig wie die Bücher im Schrank können Lesezeichen sein – von bunten Lesebändchen bis kunstvoll gestalteten Lesezeichen mit Meerjungfrau, wie hier von der griechischen Schmuckdesignerin Chara Theodorakis, Rethymnon. Foto: Elke Schröder

Osnabrück. Das Lesezeichen gehört zum unverzichtbaren Equipment für Vielleser von gedruckten Büchern. Das Leseband ist das Freundschaftsband des Bücherliebhabers. Ein Plädoyer fürs Zeichen setzen!

Wenn man ein Buch liest, setzt man immer auch ein Zeichen. Ist es doch eher selten der Fall, dass ein Leser Zeit hat, das komplette Buch an einem Tag zu lesen. Also muss eine Gedankenstütze her, an welcher Stelle man stehen geblieben ist. Das ist unverzichtbar vor allem auch für Berufsleser, die viele Bücher parallel sichten und lesen.

Immer noch ein Tabu: das Eselsohr!

Ein solches Zeichen sollte jedoch weder der Kaffeefleck noch das Eselsohr sein! Beides gilt für extreme Literaturliebhaber bereits als Todsünde – direkt gefolgt vom Einkaufszettel. Wobei Letzterer doch eigentlich nur unterstreicht, wie lebenswichtig auch die geistige Nahrung ist.

Die persönliche Note des Lesers

Ein Lesezeichen kann einem Buch eine persönliche Note geben, wenn man mehrere im Gebrauch hat: Holt man einen Roman nach Jahren noch einmal aus dem Regal, öffnet man eine kleine Erinnerungskiste, findet entweder alte Postkartengrüße, Geburtstagsgeschenke oder Urlaubsouvenirs wie Lesezeichen aus Pappe mit fremdsprachigen Werbebotschaften. Ein Lesezeichen muss aber nicht immer nur aus Pappe sein. Es kann auch ein kleines Schmuckstück sein, beispielsweise eine aufwendig gestaltete kleine Angel an der eine Meerjungfrau hinter Glas hängt. Solche opulenten Lesezeichen laden zwischendurch zum Innehalten ein, zum Nachdenken über das Gelesene.

Das Versprechen einer schönen Verpackung

Einen guten Literaturverlag erkennt man in erster Linie am Renommee und der Pflege seiner Autoren, danach aber auch an der liebevollen, hochwertigen Gestaltung der Werke vom stimmigen Cover bis zum ultimativen Erkennungszeichen beim gebundenen Buch, dem Lesebändchen. Ob gelb, rot, blau, weiß oder schwarz: Das Leseband ist das Freundschaftsband des Bücherliebhabers.

Zugegeben: Wenn der Inhalt nicht das hält, was die schöne Verpackung plus Lesebändchen verspricht, ist die Enttäuschung doppelt so groß.


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