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Barbapapa wird 45 Barbapapa – woher kommt der verrückte Name?


Berlin. Barbapapa wird 45 Jahre alt. 1970 wurden die ersten Bücher mit der Trickfigur veröffentlicht. Aber woher kommt eigentlich Barbapapas Name?

Barbapapa wird 45! Er ist bunt, er ist lustig und seit 45 Jahren nimmt er jede Form an, die er gerade braucht – vom Tisch bis zur Eisenbahn. Zum Geburtstag von Barbapapa ehrt Google die Trickfamilie der Barbas mit einem Doodle. Fakten zum Jubiläum.

Warum heißt Barbapapa eigentlich Barbapapa?

Nicht nur bei Asterix haben die Figuren Wortspiel-Namen. Auch Barbapapa ist ein Jeu de Mots. „Barbe à papa“, zu Deutsch „Vaters Bart“ ist das französische Wort für Zuckerwatte. Die Erfinder von Barbapapa sind die Architektin Annette Tison (1942-2010) und der amerikanische Biologielehrer Talus Taylor (1932–2015). Der Legende nach soll Tayor in Paris das Wort Barbe à papa aufgeschnappt haben; als er es sich von seiner Freundin erklären ließ, sollen beide die Figuren im Café auf einer Tischdecke entworfen haben. (Sesamstraßen-Version des ESC: Wer ist besser?)

Wieso kann Barbapapa seine Form verändern?

Die Entgrenzungsfantasie, mit der Barbapapa jeden Vierjährigen fesselt, ist seine Fähigkeit zur Verwandlung. Als wären sie aus Knete, nehmen die Barbars jede beliebige Gestalt an. Wieso können sie das? Weil Barbapapa den richtigen Zauberspruch draufhat: Bevor er sich verwandelt, sagt er „Ra-Ru-Rick, Barbatrick“. Im Original heißt der Spruch „Hup Hup Hup, Barbatruc“. In den englischen Fassungen lautet es „Clickety Click—Barba Trick“, auf Holländisch „Huub huub huub, Barbatruuk“, und in Italien sagt Barbapapa „Resta di stucco, è un barbatrucco“. (Kinder vor dem Fernseher parken? Na, sicher! – der etwas andere Erziehungstipp.)

Wie groß ist Barbapapas Familie? Und wer ist wer?

Barbapapa und Barbamama haben drei Töchter und vier Söhne, denen nicht nur je eine Farbe, sondern auch eine Eigenschaft zugeordnet ist. Barbabella ist lila und schön, Barbaletta orange und belesen, Barbalala grün und musikalisch. Bei den Jungs gibt es Barbarix (blau, wissenschaftlich begabt), Barbawum (rot, sportlich), Barbakus (gelb, tierlieb). Die schwarzbehaarte Barbar-Figur ist Barbabo, ein Künstler. Barbapapa selbst ist rosa, seine Frau schwarz. (Doodle ehrt George Boole – den Mann, der die Computer denken lehrte.)

Barbapapa spricht mit Elvis‘ Stimme! (Und mit Ernies)

Barbapapa und alle seine Verwandten sprechen in der deutschen Serienfassung mit derselben Stimme, und zwar mit der von Peter Kirchberger. Der Synchronsprecher hat noch andere Stars gesprochen. In sechs Spielfilmen von Elvis Presley hat er dem King seine Stimme geliehen. Und als der Sprecher von Ernie aus der „Sesamstraße“ gestorben ist, sprang Kirchberger ein. In den Serienabenteuern von „Wallace und Gromit“ ist Kirchberger Wallace.

Barbapapa im Ladenregal

Wie alle nostalgischen Kinderzimmerhelden erlebt auch Barbapapa eine Wiederauferstehung im Merchandising-Regal. Die Barbars gibt es auf Tassen und Kinderbesteck, als Spielzeugkegel und Sirupflasche, als Holzspieluhr, Lichterkette und für die Playstation. (Applaus, Applaus, Applaus! Loblied auf die Muppets.)

Das Doodle ehrt auch Barbapapas Vater

Das Google-Doodle ist heute nicht nur dem Geburtstag von Barbapapa gewidmet. Wie der Konzern auf seiner Homepage schreibt, sind die Barbas im Google-Logo auch als Anerkennung an ihren Ko-Schöpfer Talus Taylor zu verstehen. Der Mann, der das französische Wort für Zuckerwatte berühmt machte, ist im Februar dieses Jahres gestorben.

Quelle: Wikipedia


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