Oscar-Nacht 2015 „Birdman“ ist der Oscar-Sieger 2015

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Berlin.Oscars 2015: „Wer hat diesem Hurensohn eine Greencard gegeben?“, fragt Sean Penn. Um Alejandro González Iñárritu dann den Oscar für den besten Film für „Birdman“ zu überreichen.

Die Oscar-Nacht 2015 ist vorbei. Hier unser Live-Bericht zum Nachlesen:

Oscar für den besten Film 2015: Iñárritus „Birdman“

Alejandro González Iñárritus Meisterwerk „Birdman“ geht als Sieger aus der Oscar-Nacht 2015 hervor: Die Geschichte über die Selbstzweifel eines ehemaligen Superhelden-Darstellers ist als bester Film ausgezeichnet, für die beste Regie, das beste Drehbuch und die Kameraarbeit. „Wer hat diesem Hurensohn eine Greencard gegeben?“, fragt Sean Penn, bevor er dem Mexikaner Alejandro González Iñárritu den Hauptpreis überreicht. (Mehr zu den Oscars 2015: Null schwarze Nominierte, 125.000-Dollar-Geschenke für die Stars: die Oscarnacht in Zahlen.)

Gute Preisreden: Julianne Moore und Graham Moore

Julianne Moore bedankt sich für ihren Oscar im Alzheimer-Drama „Still Alice“ zuallererst mit der Begründung: Sie habe gelesen, dass ein Oscar das Leben um fünf Jahre verlängert – und das sei gut, denn sie ist älter als ihr Mann. Graham Moore, der Autor von „The Imitation Game“ bekennt in seiner Rede, dass er sich mit 16 Jahren umbringen wollte, weil er sich nicht zugehörig fühlte. Nun steht er mit einem Gay-Rights-Drama auf der Bühne und ermutigt alle, die sich heute unpassend und schräg fühlen: „Stay weird!“ Irgendwann, sagt er, stehen sie hier und geben die Botschaft weiter.

Schicksals-Oscars: Alan Turing und Stephen Hawking

Die Oscar-Nacht geht auf die Top-Preise zu – als Battle zwischen der besten künstlerischen Leistung und dem ergreifendsten Schicksal: Alejandro González Iñárritus Meisterstück „Birdman“ hat bislang die Preise für Regie, Drehbuch und Kamera bekommen. Damit wird ein Werk ausgezeichnet, das aus einer Insider-Anekdote aus dem Leben der Schauspieler eine universale Geschichte über die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit macht. Das beste adaptierte Drehbuch hat die Alan-Turing-Biografie „The Imitation Game“; bester Darsteller ist Eddie Redmayne als Stephen Hawking in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ – Filme, die ihre Kraft aus der großen Biografie der Hauptfigur beziehen.

Deutsche unter den Siegern?

Babelsberg jubelt: Deutschland hat zwei neue Oscar-Preisträger – Adam Stockhausen und Anna Pinnock bekommen den Academy Award für ihre Arbeit an Wes Andersons „The Grand Budapest Hotel“ (zur Kritik) . In der Kamera-Kategorie kann der in Potsdam realisierte Film sich nicht durchsetzen. Erwartungsgemäß gewinnt Emmenuel Lubezki für den scheinbar in einer einzigen Einstellung gedrehten Film „Birdman“ (zur Kritik). Im letzten Jahr wurde Lubezki bereits für „Gravity“ ausgezeichnet. Zu den wenigen deutschen Hoffnungen zählte auch die Dokumentarfilm-Kategorie. Wim Wenders hat alledings kein Glück. „Das Salz der Erde“, sein Porträt des Fotografen Sebastião Salgado, geht leer aus. Der Oscar geht an

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