Gesprächgsmarathon in der Kunsthalle Osnabrück „Dies ist Morgen!“: Performance von Susanne Bosch

Von Dr. Stefan Lüddemann

Damit fing es an: In der Stadtgalerie traf sich eine Projektgruppe zum Thema „Dies ist morgen!“. Foto: KunsthalleDamit fing es an: In der Stadtgalerie traf sich eine Projektgruppe zum Thema „Dies ist morgen!“. Foto: Kunsthalle

Osnabrück. Mit der Performance „Dies ist Morgen!“ wird am 15. Februar 2015 das Kunstprojekt „Was für ein Fest?“ in der Kunsthalle Osnabrück fortgesetzt.

„Was auch immer entsteht, es entsteht durch die Menschen, die anwesend sind“, sagt Susanne Bosch. Die Künstlerin möchte am Sonntag, 15. Februar, von 11 bis 15 Uhr Menschen zu „Herzensgesprächen“ in der Kunsthalle Osnabrück bewegen. Auch wenn das Wort von den „Herzensgesprächen“ je nach Auslegung nach Romantik pur oder Speed-Dating klingen mag – Bosch will das Gespräch rund um all jene Initiativen in der Region in Gang bringen, die sich mit nachhaltigen Projekten als „zukunftsfähig“ erweisen.

Die aktuelle Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück startete mit der „Parabelkonferenz“ von Pablo Helguera. Lesen Sie hier den Bericht von einer Performance für eine geschlossene Gesellschaft.

Ob „No Lager“, „Freiraum Petersburg“, „Bienenpflege“ oder die Lagerhalle: 25 Personen, die die genannten und viele weitere Initiativen repräsentieren, stehen für jeweils halbstündige Gespräche zur Verfügung. Besucher können sich anhand einer Broschüre über die Personen und ihre Initiativen informieren und in Gespräche mit ihren „Wunschpartnern“ einsteigen. Die Gespräche finden auf der „Bank“ von Michael Beutler statt.

Und was ist daran nun Kunst? Susanne Bosch antwortet auf diese Frage mit dem Begriff „unsichtbare Skulptur“ von Joseph Beuys. Sie wolle keine „Messe der Möglichkeiten“ veranstalten, sondern Gespräche als Weg zu einer „Formfindung“ verstehen. „Das Projekt zielt auf Transformation“, sagt Bosch, die nach einem ersten Vorbereitungstreffen in der Stadtgalerie in der Region viele Initiativen und Projekte besucht hat. „Für mich sind das Hoffnungsträger und Gestalter“, sagt die Künstlerin über die Leute, die sich in Projekten für Nachhaltigkeit und Umwelt, neue Formen des Wirtschaftens und innovativer Technologien sowie für neue Formen des sozialen Miteinanders einsetzen.

Die Kunsthalle Osnabrück präsentiert das Performance-Projekt „Was für ein Fest?“ Worum geht es dabei? Lesen Sie hier den Bericht.

Susanne Bosch will mit der Gesprächsperformance neue Kontakte stiften. Sie betreibt derzeit schon einen Netz-Blog zu dem Thema und plant Formate, mit denen die Ergebnisse von „Dies ist morgen!“ weiter verfügbar gehalten werden sollen. Dazu gehört ein Audio-Archiv mit Gesprächsmitschnitten, das während der Ausstellungsdauer genutzt werden kann, sowie eine „Initiativenlandkarte“ der Osnabrücker Region. Damit soll weiter gefördert werden, was der Performance-Künstlerin Susanne Bosch in ihrer Arbeit besonders wichtig ist: „Eine aktive Bürgerschaft.“

Info:www.susannebosch.de


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