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Ellie Gouldings „Love Me“ 50 Shades of Grey: Soundtrack stürmt iTunes-Charts in 70 Ländern

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Was taugt der Soundtrack zu „Fifty Shades of Grey“?  Schauspieler Jamie Dornan und Dakota Johnson in einer Szene aus „Fifty Shades of Grey“. Foto: Universal PicturesWas taugt der Soundtrack zu „Fifty Shades of Grey“? Schauspieler Jamie Dornan und Dakota Johnson in einer Szene aus „Fifty Shades of Grey“. Foto: Universal Pictures

Berlin.Der Soundtrack zu „50 Shades of Grey“ ist auf Platz 1 der iTunes-Charts. Ist der Soundtrack erotischer als der Film? Was sexy sind die Songs und Coverversionen von Beyoncé, Weeknd. Ellie Goulding und Annie Lennox?

Der Soundtrack zu „50 Shades of Grey“ ist so beliebt wie der Film. Sam Taylor-Johnsons Film hat am Startwochenende mit 1,35 Millionen verkauften Tickets sogar den Erfolg vom „Hobbit“ (1,26 Millionen) übertroffen . Und auch der Soundtrack (OST) setzt sich an die Spitze der Charts. Ist er so sexy, wie es alle Fans verdienen, die sich durch die dicken Bücher von E. L. James gekämpft haben? (Sex-Film hat Angst vor Sex: Hier geht‘s zum Verriss von „50 Shades of Grey“.)

„50 Shades of Grey“-Soundtrack bei iTunes

Der Soundtrack zu „50 Shades of Grey“ liegt laut Universal in 70 Ländern auf Platz 1 der iTunes-Charts, auch in Deutschland. Demnach hat es außerdem auch Ellie Gouldings Song „Love Me Like You Do“ auf Platz 1 der deutschen Single-Charts geschafft – und in 57 Ländern an die Spitze der iTunes-Charts. In Großbritannien ist „Love Me Like You Do“mit 172.000 verkauften Einheiten die am schnellsten verkaufte Single des Jahres, meldet die Plattenfirma. (Ist der Erfolg von „50 Shades of Grey“ auch ein Erfolg für Feministen? Zum Kommentar.)

Was ist auf dem Soundtrack drauf?

Der Titel-Track von „50 Shades of Grey“ heißt „Earned it“ und stammt vom R’n’B-Sänger The Weeknd, der auch noch mit der Ballade „Where you belong“ zu hören ist. Genauso prägend ist Beyoncé, die ebenfalls zwei Songs beisteuert – und zwar die erotischeren. Zu den klassischen Stimmen auf dem Album zählen Annie Lennox und Frank Sinatra. Aktuelle Künstler sind Ellie Goulding, Sia, Laura Welsh, Jessie Ware und Skylar Grey. („50 Shades of Grey“: Wo gibt‘s noch Karten?)

Ist The Weeknd sexy genug für „50 Shades of Grey“?

The Weeknd alias Abel Tesfaye sorgt im „50 Shades of Grey“-Titeltrack für traditionelle Verhältnisse. Statt Unterwerfung einzufordern, macht er sich mit kunstvoller Stimmartistik zum singenden Galan. Sein Text beschwört Wert und Würde der Frau. Im Video – gedreht hat es die „50 Shades of Grey“-Regisseurin Sam Taylor-Johnson – wackeln dann sieben Burlesque-Stripperinnen zum getragenen Parade-Rhythmus der Nummer mit dem Hintern. Auf dem Höhepunkt schwebt Dakota Johnson, die Anastasia des Films, als kaum bekleidete Schönheit in Bondage-Seilen über die Bühne. Der Song ist sexy, das aber auf die konventionellste Weise: Männer machen Komplimente, Frauen machen sich nackt. (Frauenporno mit Krawattenfetisch: Geheimes Geheimwissen über „50 Shades of Grey“.)

Beyoncé: So wird „50 Shades“ wirklich erotisch

„I’m not myself lately, I’m foolish, I don’t do this!“ Schon dieser Vers beweist, dass Beyoncé hundertmal mehr von Sex versteht als der Weeknd-Süßholzraspler Abel Tesfaye. Sich selbst unheimlich werden, die Grenzen des vertrauten Ich sprengen: Das sind die dunklen Sehnsüchte, um die es hier geht. Diese Ambivalenz klingt in jeder Note mit, vor allem in Beyoncés ritualisiertem Stöhnen, das immer beides zugleich ist: lustvolle Selbstpreisgabe und manipulative Show. Der R’n’B-Song ist mehrere Tausend mal gecovert und geremixt worden, zuletzt von Emeli Sandé als Charleston-Nummer für „The Great Gatsby“. Diesmal verliert die superschnelle Ursprungsmelodie alles Tempo und überrollt die Hörer mit unaufhaltsamer Macht. Da kann man nur noch eins sagen: Uh oh, uh oh, uh oh, oh no no! (Weiterlesen: 5 wirklich gute Gründe, warum „Fifty Shades of Grey“ hätte gut werden müssen.)

Was erzählen die „50 Shades“-Klassiker über Erotik?

Frank Sinatra spricht mit „Witchcraft“ direkt die erotische Anziehungskraft zwischen Grey und Ana an – untergräbt ihre Unheimlichkeit aber mit der Lässigkeit des Crooners. Annie Lennox trifft mit Screamin‘ Jay Hawkins‘ „I Put a Spell on You“ die Geschichte besser – und wirft als dominante Frauenstimme zugleich die Frage auf, wer bei „50 Shades of Grey“ wohl wirklich die treibende Kraft ist. (50 Shades of Grey: Wer sind Dakota Johnson und Jamie Dornan?)

Was davon ist in „50 Shades of Grey“ zu hören?

Zu den Kuriosa von Blockbuster-Soundtracks gehört: Sie versammeln in der Regel Musik, die gar nicht im Film zu hören ist. Bei „50 Shades of Grey“ ist es anders: Die Popsongs dieser CD untermalen tatsächlich fast kontinuierlich den Film. Zusätzlich hat Danny Elfman, der Hauskomponist von Tim Burton, sparsam orchestralen Sound komponiert. Zwei seiner Nummern beschließen die Songs auf dem OST: das stabil dahinschreitende Liebesmotiv „Ana and Christian“ sowie die von halb verträumte, halb unheimlichen Streichern vorangetriebene Partie „Did that hurt?“. (Weiterlesen: Wie sexy ist der Trailer von „Fifty Shades of Grey“?)

Erschienen ist der „50 Shades of Grey“-Soundtrack bei Universal Music.


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