Fotos von Wim Wenders erstmals zu sehen Ausstellungsjahr 2015: Drei Geheimtipps



Osnabrück. Das Ausstellungsprogramm 2015 birgt manchen Geheimtipp. Unbedingt ansehen: Ausstellungen zu Emile Bernard, Wim Wenders und Agnes Martin.

Die genannten Ausstellungen bieten wirklich ausgefallene Kunsterlebnisse, bei denen Kenner ebenso auf ihre Kosten kommen wie jene Kulturnutzer, die gern bei aktuellen Trends mit dabei sind.

Das Museum Kunstpalast in Düsseldorf zeigt „Landschaften. Photographien“ von Wim Wenders (18. April bis 16. August). „Die photographische Arbeit ist die andere Hälfte meines Lebens“, bekennt der Filmemacher, der so bedeutende Filme wie „Paris, Texas“ und „Der Himmel über Berlin schuf. Zum 70. Geburtstag des Regisseurs richtet ihm das Düsseldorfer Museum eine Retrospektive seines fotografischen Werkes aus. In der Ausstellung werde „in Kooperation mit Wenders Images, der Wim Wenders Stiftung und Blain Southern eine Auswahl von 60 bis 80 großformatigen Fotografien und Landschaftspanoramen“ gezeigt, kündigt das Museum an.

Unter dem Titel „Am Puls der Moderne“ zeigt die Kunsthalle in Bremen im neuen Jahr die erste große Schau zum Gesamtwerk des französischen Malers und Schriftstellers Emile Bernard (1868-1941). In Kooperation mit den Musées d Orsay in Paris sollen vom 7. Februar bis 31. Mai hochrangige Leihgaben internationaler Sammlungen sowie aus dem Besitz der Nachfahren präsentiert werden. Bernard gilt als Vorreiter der Moderne: Im Dialog mit Paul Gauguin begründete er den Symbolismus in der Malerei.

Einen Auftritt der Superlative gibt es 2015 für eine bekannte, bislang aber viel zu wenig ins Rampenlicht gestellte Künstlerin. Gleich vier bedeutende Museen richten Agnes Martin eine Retrospektive aus. Nach der Station in Los Angeles, New York und in der Tate Modern in London kommt die Retrospektive in die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen nach Düsseldorf (7. November bis Februar 2016). „Von den Experimenten der 1950er Jahre bis hin zum reifen Spätwerk ist es ein der Abstraktion verpflichtetes Werk der leisen Töne, entwickelt im Umfeld des Abstrakten Expressionismus und der minimalistischen Tendenzen“, heißt es in der Ankündigung des Museums. Agnes Martin wird damit nachhaltig in das Gedächtnis zurückgeholt - als eine große Malerin neben Barnett Newman und Mark Rothko. (mit epd)


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