Renoir, van Gogh und Hopper Ikea interpretiert bekannte Gemälde als Fotos neu


sen/cob Osnabrück. Das schwedische Einrichtungshaus Ikea bedient sich in einer neuen Werbekampagne drei Meisterwerken der Malerei: Dabei hantiert es nicht mit Pinsel und Farben, sondern hat den Londoner Fotografen Tim Cole die Bilder mit der Kamera, Models und Ikea-Möbelstücken neu inszenieren lassen.

Rund ums Essen soll es in der neuen Werbekampagne des schwedischen Möbelriesen gehen. Das Thema ist nicht neu: Essen stand schon weitaus früher im Fokus vieler Künstler. Ein Grund für Ikea die bekanntesten Essenszenen aus der Kunst, für eine eigene Printkampagne wieder aufleben zu lassen. Dafür bedient sich das Möbelhaus bei drei bekannten Meisterwerken der Malerei. So wird „Das Frühstück der Ruderer“ von Pierre-Auguste Renoir aus dem Jahr 1881 in das Jahr 2014 übertragen. Auch hier säumen Weinflaschen und Trauben den Tisch, Hüte werden getragen und angeregt Unterhaltungen geführt. Doch dieses Mal stützen sich die Damen auf dem Ikeatisch ab und auch der Herr wippt auf einem Stuhl des Modells Jokkmokk hin und her.

Ähnlich verhält es sich bei den beiden anderen Adaptionen. In der Ikea-Darstellung des bereits oft adaptierten und kopierten „Nighthawks“ (Nachtschwärmer) von Edward Hopper aus dem Jahr 1942 sitzen zwei Herren und eine Dame am Tresen, während der Barkeeper sie bedient.

Düster wird es bei den „Kartoffelessern“ von Vincent van Gogh. Mit dem gedämpften Licht der Lampe Ottava versucht Ikea, seine Models ins Jahr 1885 zu beamen. Statt Kartoffeln lässt Fotograf Tim Cole die Familie aber Kuchen essen und dazu Kaffee aus dem in vielen Haushalten bekannten Kaffee- und Teezubereiter Upphetta servieren.

„Diese Fotos sind eine Hommage an die Macht der ursprünglichen ikonenhaften Bilder, die durch die gemeinsame Mahlzeit ein Gefühl der Solidarität vermittelten“, erklärt Peter Wright, Marketing Manager von IKEA Großbritannien und Irland. Generell sei die Aktion ein „Tribut an die berühmten Mahlzeiten der Geschichte“, so der Konzern.