Gerry Weber Event Center Mitten ins Herz: 2500 Fans feiern in Halle Revolverheld

Von Tom Bullmann


Halle. Im ausverkauften Gerry Weber Event Center feierten 2500 Besucher die Hamburger Band Revolverheld. Ihr einfühlsamer Poprock, von mitsingtauglichen Melodien geprägt, traf den Nerv des Publikums. Mit einem Wohnzimmer-Intermezzo und einer balladesken Zugabe, zu der sie am entgegen gesetzten Ende der Halle Aufstellung nahmen, sorgten Sänger Johannes Strate und seine Band für Abwechslung.

„Huch, ein Sofa!“ ruft Strate mit gespieltem Erstaunen, als Bühnenhelfer ein bequemes Sitzmöbel und eine nostalgische Stehlampe auf die Bühne tragen. Alsdann lädt er Zuschauer, die heute ihr erstes Konzert erleben, ein, hier hautnah und in trauter Runde bei einen Song dabei zu sein. „Die passen ja gut zusammen“, ruft er, als Lea und Leo, offenbar noch unter zehn Jahren, von ihren Eltern auf die Bühne geschoben werden. Sie werden mit Süßigkeiten verwöhnt, bevor die Band mit Kontrabass, Mandoline und Akkordeon fast ohne Verstärkung das Lied „Spinner“ anstimmt. Da kommt wohlig-gemütliche Stimmung auf.

Ansonsten spielen die melodieverliebten Hanseaten viele Songs von ihrem aktuellen Album „Immer in Bewegung“ und greifen mit „Halt Dich an mir fest“ oder „Die Welt steht still“ in die Kiste mit älteren Liedern. Zeugen einer „Weltpremiere“ werden die Zuschauer, als Johannes Strate Philipp Göhring auf die Bühne bittet, der beim KIKA-Songwriting-Wettbewerb „Dein Song“ teilgenommen hat. „Wer weiß“ heißt sein Lied, das er jetzt erstmals mit Revolverheld zusammen bei einem Live-Konzert singen darf. Und es zeigt sich: Da rockt die Band mit dem Newcomer richtig los.

Für „Deine Nähe tut mir weh“ wechselt die Stammcrew der Band den Standort und spielt im hinteren Teil der Halle vor dem Mischpultpodest, mitten im Publikum. Auch wenn einige Zuschauer meinen, das wäre das letzte Stück, um danach den Heimweg anzutreten, lassen es sich die Musiker nicht nehmen, ihrem Albummotto „Immer in Bewegung“ treu zu bleiben. Für ihre Hits „Lass uns gehen“ und „Freunde bleiben“ wechseln sie wieder zur großen Bühne – zur Freude der vor allem weiblichen Fans, die die finalen Zugaben mit frenetischem Jubel quittieren.