Ein Bild von Dr. Stefan Lüddemann
17.11.2014, 06:00 Uhr MUT ZUM SCHNITT

Abschied von der Stadtgalerie?

Kommentar von Dr. Stefan Lüddemann

Idyllischer Ort in der Altstadt: Das Stadtgalerie-Café. Aber ist das Haus auch ein Platz für künstlerische Experimente?. Foto: Jörn MartensIdyllischer Ort in der Altstadt: Das Stadtgalerie-Café. Aber ist das Haus auch ein Platz für künstlerische Experimente?. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Protest gegen Kürzung: Der Streit um die Osnabrücker Stadtgalerie geht weiter. Was hilft? Mutige Schritte zu einem neuen Konzept. Ein Kommentar.

Die Kontroverse um die drohende Schließung der Stadtgalerie folgt bekannten Mustern. Erst der Kürzungsvorschlag, dann die Künstlerproteste, schließlich offener Brief, Gesprächsrunden und so weiter. Welcher Schritt führt aus dieser Spirale? Sicher die Entscheidung, zwischen Budget und Ort zu unterscheiden. Brauchen Künstler weiter die Stadtgalerie? Zweifel sind angebracht. Osnabrücks Kunstszene liebt diesen Ort eigentlich nicht. Kunst im Café: Das klingt ohnehin nach Kulturpolitik von gestern. Für die Künstlerförderung in Osnabrück ist das Budget wichtiger als der Ort. Deshalb sollte die Debatte nicht eingefahrenen Erregungsmustern folgen, sondern dazu führen, das Budget dadurch zu erhalten, dass die Konzepte erneuert werden. Warum sollte Künstlerförderung nur in der Stadtgalerie stattfinden können? Die Macher sollten auf die Suche gehen – nach alternativen Orten und neuen Modellen. Das würde übrigens auch die Kunstszene aus mancher Routine reißen.


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