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04.11.2014, 18:15 Uhr TAYLOR SWIFT TRENNT SICH VON SPOTIFY

Ein reines Gewissen für 9,99 Euro

Von Ralf Döring


So populär, dass sie Spotify nicht braucht: Taylor Swift. Foto: ReutersSo populär, dass sie Spotify nicht braucht: Taylor Swift. Foto: Reuters

Osnabrück. Spotify liefert Musik rund um die Uhr.Taylor Swift verweigert sich dem Streamingdienst nun. Und sie recht damit. Ein Kommentar.

Taylor Swift ist auf die Mikro-Beträge von Spotify vermutlich nicht angewiesen. Dabei würde bei ihr sogar ein ansehnliches Sümmchen zusammenkommen. Aber sie kehrt dem Streamingdienst den Rücken. Das mag geschehen, um ihre Plattenfirma aufzuwerten. Aber es beleuchtet doch noch einmal grell denn Umstand, dass Musik im Internet – ja: verschleudert wird.

Natürlich zählt für Spotify jeder Klick; aus wirtschaftlicher Sicht macht das Unternehmen alles richtig. Schade ist nur: Die breiten Geldströme rauschen an den Musikern vorbei. Ihnen bleiben nur die Sprühnebel über den Kanälen.

Dabei muss sich, wer so einen Streamingdienst nutzt, nicht einmal schlecht fühlen: Das reine Gewissen gibt’s für 9,99 Euro monatlich. Vor Internet und Streaming bekam man dafür eine, vielleicht auch mal zwei CDs, Spieldauer: keine drei Stunden. Der Stream hingegen dudelt rund um die Uhr; der einzelne Song ist zum Ramschartikel verkommen. So gesehen dürfte es ein Glück für jeden Künstler sein, wenn er sich Spotify entziehen kann.


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