Manfred Mann im Gerry Weber Event Center 1650 Zuschauer beim B&W Rhythm´n´Blues Festival in Halle

Von Tom Bullmann


Halle. Abwechslungsreich ging es beim diesjährigen B&W Rhythm´n´Blues Festival im Gerry Weber Event Center zu. 1650 Zuschauer wollten es sich nicht entgehen lassen, Big Daddy Wilson, Dana Fuchs und Manfred Mann´s Earth Band live auf der Bühne zu erleben. Noch bis spät nach Mitternacht sorgte die Soulfamily aus Ostbevern mit Frontmann Mr. Big Fat Mad Moose für Stimmung.

Er versteckt sich gern hinter seinem Keyboard: Manfred Mann, südafrikanischer Musiker, der sich in den 70er Jahren mit seinem spezifischen Keyboard-Sound einen Platz im Pop-Olymp sichern konnte. Jetzt sorgte er in Halle mit Hits wie „You Angel You“ oder „Father Of Day, Father Of Night“ für begeisterte Reaktionen beim Publikum. Und einmal wagte sich der schüchterne Bandgründer tatsächlich mit seinem „Keytar“, dem Umhängekeyboard im Zebralook, vorn an die Bühnekante - wo sofort die Smartphones gezückt wurden, um Erinnerungsfotos zu schießen.

Eröffnet hatte den Abend Big Daddy Wilson, der mit seiner Band näher am Urblues musizierte. Langsame Zwölftakter aus North Carolina, Songs gegen die Sklaverei, aber auch schon mal einen rockigen Abstecher nach Texas oder Nummern mit einer Prise Funk und Soul garnierte der seit 30 Jahren in Deutschland lebende Wilson mit seinem kräftigen Bariton.

Lebhafte Erinnerungen an Janis Joplin weckte die ebenfalls aus Amerika stammende Dana Fuchs mit ihrer Stimme. Sie hat den Urschrei des Rythm´n´Blues. Mit wehender Löwenmähne okkupierte sie die Bühne, rockte und schrie, was das Zeug hielt. Ihrem in diesem Jahr verstorbenen Vater widmete sie eine langsame Version des Johnny Cash-Songs „Ring Of Fire“.

Als Manfred Mann sich mit seiner Band schon auf dem Weg nach England befand, weil dort der nächste Auftritt anstand, spielte die Soulfamily schließlich mit flockigen Interpretationen diverser Soulklassikern zum Tanz.