Ein warmer Film-Altweibersommer Ein wenig Kitsch: „Ein Sommer in der Provence“

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Osnabrück. Jean Reno spielt in „Ein Sommer in der Provence“ einen griesgrämigen Großvater, dessen Herz durch seine Enkelkinder doch noch weich wird.

Osnabrück. Die Überraschung ist perfekt – und für beide Seiten eine Katastrophe: Als Paul ( Jean Reno ) seine Frau (Anna Galiena) am Bahnhof abholt, ahnt er nicht, dass diese seine drei Enkel im Schlepptau hat.

Dabei hat er Adrien, Léa und den taubstummen Theo noch nie gesehen. Vor 17 Jahren hat Paul sich nämlich von deren Mutter im Streit getrennt. Entsprechend frostig reagiert er, als er erfährt, dass diese „Brut“ auch noch auf seinem Olivenhain in der Provence die Ferien verbringen soll, weil die Eltern sich scheiden lassen wollen und die Mutter, der Arbeit wegen, in Montreal ist.

Doch was sich neckt, das liebt sich. Und so kommt es, wie es kommen muss. Beide Seiten raufen sich zusammen, Adrien und Léa machen anschließend Erfahrungen mit der Liebe und der Dorfjugend, und der kleine Theo erwärmt schließlich doch noch das frostige Herz seines Großpapas.

Und über all dem weht der Wind des Mistral. Und am Ende sind die Ferien viel zu schnell vorbei – auch ohne Fernseher und Handy, dafür aber mit einigen „Erfahrungen fürs Leben“ im Gepäck.

Der Film „Ein Sommer in der Provence“ verspricht im Titel nicht zu viel. Über lange Strecken wirkt der Streifen nämlich wie zuweilen episodisch wirkende Heile-Welt-Idylle, in der sich Probleme immer versöhnlich lösen lassen.

Das mag schönfärberisch sein, mitunter auch kitschig, weiß aber auch, wenn auch eher gediegen als mitreißend zu unterhalten.

Wirklich flott ist diese an Urlaubsgeschichten erinnernde Erzählung damit gewiss nicht, dann schon eher wie ein warmer Film-Altweibersommer. Aber der kann ja auch ganz schön sein. Darauf einen südfranzösischen Thymian-Likör!

Ein Sommer in der Provence. F 2014. R.: Rose Bosch. D.: Jean Reno, Anna Galiena, Chloé Jouannet, Hugo Dessioux, Tom Leeb. 103 Minuten. FSK: ab 6. Hasetor.


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