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Liedprojekt „Kein schöner Land“ in Osnabrück uraufgeführt

Von Anne Reinert

Die Spieler schmücken einen Weihnachtsbaum: (von links nach rechts) Hasan Peköz, Ahmad Ahmadi, Shabnam Parvaresh, Sevdalina Marinova, Daniela Dandrea, Helen Nintemann, Suprova Roy-Chouchury, Bert Heek und Wladimir Krasmann. Foto: Uwe LewandowskiDie Spieler schmücken einen Weihnachtsbaum: (von links nach rechts) Hasan Peköz, Ahmad Ahmadi, Shabnam Parvaresh, Sevdalina Marinova, Daniela Dandrea, Helen Nintemann, Suprova Roy-Chouchury, Bert Heek und Wladimir Krasmann. Foto: Uwe Lewandowski

Osnabrück. Einen Heimatabend der etwas anderen Art könnte man das Liedprojekt „Kein schöner Land“ nennen, das am Freitagabend im Emma-Theater der Städtischen Bühnen Osnabrück uraufgeführt wurde. Acht Menschen, die im Laufe ihres Lebens nach Deutschland gezogen sind, sangen Lieder aus ihren Heimatländern. Freiheit, Abschied, Natur – das sind nur einige Themen, die so auf die Bühne kamen.

Gesungen wurde in der jeweiligen Muttersprache. Schauspielerin Magdalena Helmig und Sänger Jan Friedrich Eggers, die als Moderatoren durch den Abend führten und auch das eine oder andere deutsche Lied sangen, fassten einige Songtexte zusammen. Bei anderen Liedern gaben nur die szenische Darstellung und Requisiten Hinweise auf die Bedeutung.

Das Emma-Theater wurde für das Liedprojekt quer bespielt. Die Bühne mutierte so zu einem Durchgangsraum, in dem die Reisenden strandeten. Regisseurin Susanne Frey und Dramaturgin Anja Sackarendt hatten die Montage aus Liedern und gesprochenen Texten thematisch strukturiert. Unerlässlich für diesen Abend war außerdem Pianist Wladimir Krassmann, der die Sänger nicht nur auf der Bühne begleitete, sondern für manche Lieder zuvor die Noten zusammengestellt hatte.

Insgesamt zwei Jahre hat Susanne Frey an dem Liedprojekt Rosenplatz gearbeitet. Nachdem sie zunächst mit Hilfe des Stadtteilbüros Rosenplatz, des Vereins Exil und dem Büro für Friedenskultur nach Mitwirkenden aus verschiedenen Ländern gesucht hatte, begannen im Herbst 2012 die Proben. Beim Premierenpublikum kam „Kein schöner Land“ sehr gut an. Es spendete Standing Ovations.


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