Kampf um die Zukunft mit Wolverine Treffen der Superhelden und Megastars im neuen „X-Men“

Von Reinhard Westendorf



Osnabrück. Basierend auf dem Figuren-Arsenal der gleichnamigen Marvel-Comic-Reihe und den vorhergehenden „X-Men“-Filmen kommt es jetzt in „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ zum erstaunlichen Bündnis von Superhelden und Filmstars.

Im nunmehr siebten Film des populären Marvel-Comic-Franchise kommt es zu einer imposanten Zusammenführung von fantastischen Superhelden und schauspielerischen Megastars.

„Ist es unser Schicksal, uns selbst zu zerstören?“ Gleich zu Beginn von „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ werden existenzielle Fragen gestellt. Allerdings nicht von einem Menschen, sondern von einem Mutanten. In naher Zukunft wird diese Spezies von martialischen Kampf-Robotern, den Sentinels, angegriffen.

Um der drohenden Vernichtung zu entgehen, schicken die alten Antipoden Professor X ( Patrick Stewart ) und Magneto ( Ian McKellen ) das kämpferische Bewusstsein ihres ebenso kantigen wie grantigen Megamutanten Wolverine ( Hugh Jackman ) zurück in die Vergangenheit.

In den USA des Jahres 1973 trifft er neben den jungen Alter Egos seiner Auftraggeber (Michael Fassbender und James McAvoy) auch auf die entfesselte Gestaltwandlerin Mystique (Jennifer Lawrence), einen bedrohlichen Waffen-Entwickler oder den damaligen US-Präsidenten Richard Nixon.

Das Motiv der Zeitreise, bei der die Vergangenheit verändert werden muss, um die Zukunft zu retten, ist im Fantasy- und Science-Fiction-Genre sehr populär. In dieser Variation muss „ein Krieg beendet werden, bevor er überhaupt beginnt“, wie es der alte Magneto gegenüber dem Zeitreisenden Wolverine formuliert. Doch bis zu dem futuristischen Friedensziel gibt es noch mancherlei Gemetzel zu überstehen.

Regisseur Bryan Singer, der bereits die beiden ersten „X-Men“-Filme von 2000 und 2003 inszenierte, führt in Anlehnung an „X-Men: Erste Entscheidung“ (2011) das allegorische Bündnis einer Gruppe menschenfreundlicher und einer Gruppe hasserfüllter Mutanten fort. Geschickt verbindet er effektvolles Actionkino und fantastische Charaktere mit philosophischen Fragen und zeitkritischem Anspruch. Dabei wird der historische Hintergrund der 1970er-Jahre detailfreudig genutzt, um ironisch Zeit- und Mediengeschichte zu reflektieren. Und so gibt es im breitwandigen Blockbuster-Kino gar erstmals schmalformatige Super-8-Aufnahmen in 3-D zu bestaunen!

„X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ ist eine beeindruckende Zusammenballung von nachdenklichen Superhelden und unglaublich vielen alten und neuen Filmstars wie Patrick Stewart, Ian McKellen, James McAvoy, Michael Fassbender, Hugh Jackman, Jennifer Lawrence, Halle Berry, Peter Dinklage, Ellen Page oder Anna Paquin. „Schön, alle wiederzusehen“, heißt es gegen Ende des Epos treffend.

„X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“. USA 2014, R: Bryan Singer. D: James McAvoy, Michael Fassbender, Hugh Jackman, Jennifer Lawrence. 132 Min. Ab 12.
Cinema-Arthouse, Cinestar, Filmpassage


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN