Berliner Projekt startet am 8. Oktober Online-Enzyklopädie zum Ersten Weltkrieg

Die Enzyklopädie im Internet. Screenshot: NOZDie Enzyklopädie im Internet. Screenshot: NOZ

Berlin. Die größte Enzyklopädie zum Ersten Weltkrieg geht am 8. Oktober 2014 online. Berliner Wissenschaftler steuern das globale Publikationsprojekt.

Forschungsergebnisse als meterlange Buchklötze im Regal? Das war gestern. Heute publizieren Wissenschaftler anspruchsvolle Projekte gleich im Internet. So machen es auch der Berliner Historiker Prof. Dr. Oliver Janz und sein Team mit der „International Encyclopedia of the First World War“. Am 8. Oktober 2014 geht online, was rund 1000 Forscher bis dahin zusammengetragen haben – die ersten Teile eines riesigen Nachschlagewerkes zum Ersten Weltkrieg.

„Das ist das umfangreichste wissenschaftliche Projekt zur Geschichte des Ersten Weltkrieges“ sagen Janz und seine Projektkoordinatorin Dr. Jennifer Willenberg . In der Tat: Die Enzyklopädie trägt das Wissen zu diesem Thema zusammen. Hunderte Fachgelehrte aus aller Welt schreiben die Artikel, die alle in englischer Sprache erscheinen. Es gilt „Open Access“, wie Oliver Janz betont. Der Zugang zu dem Nachschlagewerk wird komplett kosten- und barrierefrei sein.

„Wir haben herausragende Autorinnen und Autoren gewonnen“, sagen Janz und Willenberg. Jeder Text wird von mehreren Gelehrten gegengelesen. Damit soll der hohe Standard der Texte garantiert werden. Die Texte gliedern sich in Überblicksartikel, thematische und regionale Beiträge. Die Enzyklopädie soll in unterschiedlichen Intensitätsgraden nutzbar sein. Alle Texte können als PDF ausgedruckt werden.

Nach den Worten von Oliver Janz wird die Enzyklopädie am 8. Oktober in Brüssel gestartet werden. Das Online-Nachschlagewerk wird nach seinen Angaben erstmals die globale Dimension des Krieges voll erfahrbar machen. Das Projekt wurde mit knapp einer Million Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie mit weiteren Mitteln der Freien Universität Berlin und anderer Partner ermöglicht. Die Verlängerung um weitere drei Jahre ist beantragt.

Info: www.1914–1918-online.net


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