Eine Flaschenpost gen Norden Kooperation zwischen Kunsthalle und Künstlerpaar

Flaschenpost und Kompass sollen die Richtung anzeigen. Foto: Gert WestdörpFlaschenpost und Kompass sollen die Richtung anzeigen. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Ein Flaschenwurf als Startschuss: Um auf die kommende Kooperation zwischen der Kunsthalle Osnabrück und dem Künstlerpaar Jakob und Manila Bartnik aufmerksam zu machen, wurde eine Flaschenpost auf den Weg gebracht. Im Beisein von Stadträtin Rita Maria Rzyski und der Leiterin des städtischen Fachbereichs Kultur, Dagmar von Kathen, warfen Jakob und Manila Bartnik an der Wachsbleiche eine grüne Flasche mit geheimer Botschaft in die Hase.

Die Idee zu der ungewöhnlichen Aktion hatte Sven Jürgensen, Pressesprecher der Stadt. Der Begriff „Einnordung“ als Titel der ersten Ausstellung in der Stadtgalerie, der ihm offenbar zu sehr nach restriktiver Maßnahme roch, ließ ihn zum Kompass greifen. Ausgehend von den Geo-Koordinaten für die Stadtgalerie, wo sich der Breitengrad 52°16’37,49“ und der Längengrad 8°2’21,61 treffen, wandte er sich nach Norden, wo man knapp an der Kunsthalle vorbeischrammt, um an der Wachsbleiche die nach Norden fließende Hase zu queren.

Als Symbol für den prozesshaften Charakter, den die kommenden Ausstellungen in der Stadtgalerie haben sollen, wurde dort also eine Flaschenpost in Richtung Norden geschickt: Ziel unbestimmt. „Wir wissen nicht, was der unbekannte Adressat mit der Botschaft anfangen wird. Vielleicht bleibt die Flaschenpost ja auch irgendwo im Schilf stecken. Aber das ist gut so“, waren sich die Künstler, die Vertreter der Stadtverwaltung sowie Julia Draganovic, Direktorin der Kunsthalle, und ihre für die Kunstvermittlung zuständige Mitarbeiterin Christel Schulte einig.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN